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Was du brauchst

Einen Browser und deinen ChatGPT-Zugang. Der kostenlose reicht — auch dann, wenn du GPT-6 Astra darin gar nicht findest. Genau das ist nämlich schon ein Ergebnis.

💶 Kostet dich nichts. Aufgabe 1 machst du in deinem bestehenden Konto, ohne etwas zu buchen und ohne etwas umzustellen. Für Aufgabe 2 brauchst du zwei öffentliche Seiten von OpenAI, die Adressen stehen auf dem Blatt. Aufgabe 3 ist reine Schreibarbeit. Kein ChatGPT-Konto? Ein kostenloses genügt, oder du schaust bei einer Kollegin mit und trägst in Aufgabe 1 „kein eigener Zugang" ein.
🔐 Bitte keine echten Personen-, Kunden- oder Zugangsdaten eintragen. Auch keine Rechnungsnummern und keine Screenshots aus dem Konto. Für dieses Blatt genügt der Tarifname und was du im Menü siehst.
ℹ️ Was GPT-6 Astra ist: das Spitzenmodell von OpenAI, veröffentlicht am 03.09.2026. In der ChatGPT-App heißt es womöglich anders als an der Programmierschnittstelle — mehrere Berichte sagen das, bestätigen ließ es sich nicht. Wundere dich also nicht, wenn im Auswahlmenü nicht wörtlich „Astra" steht.

Bestandsaufnahme im eigenen Konto

OpenAI veröffentlicht nicht, wie viel Astra du bekommst. Im eigenen Hilfe-Artikel zu Plus steht es fast wörtlich so: Weil sich Modellverfügbarkeit und Grenzen mit der Zeit ändern, sollst du im Modellwähler deines eigenen Kontos nachsehen, was für dich gilt. Genau das machst du jetzt — in drei Klickwegen. Wenn du zum ersten Mal in den Einstellungen bist: Die Menüs werden gelegentlich umbenannt, such notfalls nach dem Wort, nicht nach der Stelle.

1
Welchen Tarif habe ich? Öffne https://chatgpt.com/ und melde dich an. Klick auf dein Profilbild beziehungsweise deinen Namen, dann auf Einstellungen und dort auf Mein Plan beziehungsweise Konto (englisch „My Plan" oder „Account"). Faustregel, falls du dich verläufst: Wenn dir irgendwo ein Knopf „Upgrade" oder „Plus holen" angeboten wird, sitzt du im kostenlosen Zugang.
2
Was steht im Modellwähler? Starte einen neuen Chat. Über oder neben dem Eingabefeld steht der Name des Modells, mit dem du gerade schreibst. Klick darauf — es klappt eine Liste auf. Das ist der Modellwähler. Schreib alles ab, was dort steht, samt der kleinen Zusätze darunter.
3
Was steht unter Datenkontrollen? Über dein Profilbild in die Einstellungen, dort der Punkt Datenkontrollen (auf Englisch „Data controls"). Dort gibt es einen Schalter dafür, ob eure Gespräche zur Verbesserung der Modelle verwendet werden dürfen. Nur nachsehen und notieren — umstellen erst, wenn du gleich unten gelesen hast, was das bewirkt.
So, wie er im Konto heißt
Diese Frage entscheidet später über den Datenschutz — nicht der Preis
Alles abschreiben, was in der Liste steht — auch ausgegraute Einträge. Klappt nichts auf und steht dort nur ein einziger Name, ist auch das dein Ergebnis
Wenn nicht: Welcher Eintrag ist der stärkste, den dein Konto anbietet?
Ein Satz wie „Limits gelten", ein Zähler, ein Hinweis nach mehreren Antworten
Nur ablesen. Der Schalter heißt je nach Fassung etwas anders, gemeint ist immer: Dürfen eure Gespräche zum Weitertrainieren verwendet werden?
⚠️ Was dir hier auffallen wird — und was das bedeutet.
Astra ist nicht überall drin. In OpenAIs eigener Tarifvergleichstabelle gibt es am 07.09.2026 eine Zeile „GPT-6 Astra": Free nicht enthalten, Go nicht enthalten, Plus enthalten, Pro enthalten, mit mehr Nutzung (dort „Expanded"). Wer es in der normalen Oberfläche nutzen will, braucht mindestens Plus — 20 US-Dollar im Monat.

Die Menge nennt niemand. Bei Plus steht in der Tabelle nur „Limits apply", also: Es gelten Grenzen. Ohne Zahl. Der Hilfe-Artikel schiebt nach, die Grenzen könnten sich je nach Systemlage unterscheiden, besonders bei hoher Auslastung. In der Presse kursieren trotzdem konkrete Nachrichtenzahlen für einzelne Tarife. In keiner Quelle von OpenAI stehen sie. Trag sie hier nicht ein und plane nicht mit ihnen — eine Zahl, die man nicht belegen kann, ist im Betrieb schlimmer als gar keine, weil man mit ihr rechnet.

Warum bei dir andere Wörter stehen können. Aus Deutschland lädt die Seite auf Deutsch, und die Kurzbeschreibungen der Tarifkacheln weichen von der Vergleichstabelle ab. Die englischen Wortlaute, die auf diesem Blatt in Anführungszeichen stehen, findest du deshalb nicht immer wörtlich wieder. Maßgeblich ist die große Vergleichstabelle weiter unten auf der Seite, nicht die Kachel oben.
💡 Zum Schalter in den Datenkontrollen, bevor du ihn anfasst. In den privaten Tarifen — Free, Go, Plus und Pro — ist die Voreinstellung „Training an". OpenAI schreibt es so: ChatGPT verbessere sich, indem es mit den Gesprächen der Leute weitertrainiert werde, „unless you opt out" — solange du nicht widersprichst. In ChatGPT Business und Enterprise sowie an der Programmierschnittstelle ist es umgekehrt: standardmäßig kein Training.

Und: Der Widerspruch wirkt nur nach vorn. Wörtlich: „Once you opt out, new conversations will not be used to train our models." Über die Gespräche davor sagt der Satz nichts. Auch der Pro-Tarif für 200 US-Dollar im Monat ändert an der Voreinstellung nichts. Geld ändert sie nicht — der Vertragstyp schon.

Eine Zahl bis zur Quelle zurückverfolgen

Diese Aussage steht seit dem 03.09.2026 in vielen Berichten: „GPT-6 Astra arbeitet mit einem Kontextfenster von 1.050.000 Token." Sie ist nicht erfunden. Sie steht so bei OpenAI. Trotzdem ist sie für die meisten Leser falsch — weil sie für ein anderes Produkt gilt als das, an das man beim Lesen denkt. Deine Aufgabe: Finde an den Seiten des Anbieters heraus, für welches Produkt sie gilt.

📖 Drei Wörter vorab. Token — ein Textbaustein, grob ein halbes bis ein ganzes Wort. KI-Modelle rechnen nicht in Wörtern, sondern in Token.
Kontextfenster — die Textmenge, die das Modell in einem Vorgang gleichzeitig im Blick behalten kann: deine Frage, angehängte Dateien, der bisherige Verlauf und die Antwort zusammen. Wie ein Schreibtisch, auf den nur eine bestimmte Menge Papier passt.
Programmierschnittstelle (englisch: API) — kein Programm zum Anklicken, sondern der Zugang, über den ein Entwickler das Modell in eine eigene Software einbaut. Dort gibt es kein Monatsabo, abgerechnet wird nach Textmenge.
1
Erste Fundstelle: die Entwicklerseite Öffne https://developers.openai.com/api/docs/models/gpt-6-astra und such auf der Seite nach context window. Am Rechner geht das mit Strg+F (auf dem Mac Cmd+F), am Handy über das Browsermenü mit „Auf der Seite suchen" — oder du scrollst einfach, der Wert steht gleich oben bei der Modellbeschreibung. Notiere ihn, und dann die wichtigere Frage: Wovon handelt diese Seite eigentlich?
2
Zweite Fundstelle: die Tarifseite Öffne https://openai.com/chatgpt/pricing/ und scroll zur großen Vergleichstabelle der Tarife. Such die Zeile zum Kontextfenster für die nachdenkenden Modelle (englisch reasoning) — das sind die, zu denen Astra gehört. Lies den Wert in der Spalte deines Tarifs ab. Im Gratis-Tarif steht dort keine Zahl, sondern nur „unterschiedlich" — das ist dann dein Ergebnis, trag es so ein und nimm für den Vergleich zusätzlich die Plus-Spalte.
3
Stell die beiden nebeneinander Gleicher Anbieter, gleiches Modell, zwei Seiten. Wenn die Werte auseinandergehen, liegt der Unterschied nicht in der Technik, sondern im Produkt: App zum Anklicken oder Programmierschnittstelle.
Was ich nachseheMein Fund
1 · Wert auf der Entwicklerseite
2 · Für welches Produkt gilt diese Seite?
3 · Wert in der Tarifvergleichstabelle, Spalte meines Tarifs
4 · Für welches Produkt gilt diese Seite?
5 · Wie weit liegen die beiden auseinander?
6 · Welcher Wert gilt für meine tägliche Arbeit?
7 · Wo ist mir die große Zahl schon begegnet?
Es gibt Anzeichen. Welches hättest du selbst gefunden?
⚠️ Die Auflösung. Erst die Tabelle oben ausfüllen, dann hier weiterlesen — wer sie vorher liest, hat die Zahlen abgeschrieben statt sie gefunden, und genau das Finden ist die Übung.
An der Programmierschnittstelle gilt am 07.09.2026: Kontextfenster gesamt 1.050.000 Token, davon höchstens 128.000 für die Ausgabe — der Rest von 922.000 bleibt für die Eingabe (diese 922.000 stehen nicht auf der Seite, das ist die Differenz). Abgerechnet wird mit 10 US-Dollar je Million Token Eingabe und 50 US-Dollar je Million Token Ausgabe; Anfragen über 272.000 Token Eingabe kosten den doppelten Eingabe- und den 1,5-fachen Ausgabepreis.

In der ChatGPT-App nennt dieselbe Tarifvergleichstabelle für die nachdenkenden Modelle: Plus 256.000, Pro 400.000, Go 256.000, Business 256.000, Enterprise 256.000, Free „Varies" — also keine feste Angabe.

Wer Astra über Plus nutzt, arbeitet also mit rund einem Viertel des Fensters, mit dem überall geworben wird. Dieselbe Modellbezeichnung, zwei Produkte, Faktor vier. Bei Pro ist der Abstand kleiner, aber immer noch mehr als das Doppelte.
💡 Und es wird noch etwas kleiner. In der Fußnote derselben Seite steht, dass der für deine Eingabe verfügbare Teil kleiner ist als das Gesamtfenster, weil auch Systemanweisungen, Erinnerungen und interne Verarbeitung Platz brauchen. Deshalb gibt die Seite den nutzbaren Teil zusätzlich in Seiten an: bei Plus rund 320 Seiten Text, bei Pro rund 680 Seiten. Für den Gratis-Tarif nennt sie auch hier keinen festen Wert.

Eine Merkwürdigkeit am Rande, die zeigt, wie genau man hinsehen muss: Enterprise wird auf derselben Seite mit einem „erweiterten Kontextfenster für längere Eingaben und größere Dateien" beworben — und steht in der Tabelle trotzdem bei 256.000 Token, genau wie Plus.

Die Lehre für jede künftige Zahl: Frag zuerst, für welches Produkt sie gilt, dann erst, ob sie stimmt.

Die Ansage an dein Team

„Nutzt ruhig ChatGPT" ist keine Regelung. Der Satz lässt genau die Frage offen, die über den Datenschutz entscheidet: über welchen Vertrag gearbeitet wird. Derselbe Anbieter, dieselbe Oberfläche, dasselbe Modell — und die Voreinstellung beim Training ist umgekehrt, je nachdem, ob jemand privat 20 US-Dollar im Monat zahlt oder der Betrieb 20 US-Dollar je Platz und Monat (bei Jahreszahlung). In Dollar gerechnet ist es derselbe Betrag. Schreib jetzt in eigenen Worten auf, was bei euch gilt.

⚠️ Wenn du die Preise selbst nachschlägst, siehst du Euro — und die passen nicht auf den Cent zu den Dollarangaben. Die Euro-Beträge auf den Seiten hängen von der Region ab, aus der du sie aufrufst; am 07.09.2026 standen dort 21 Euro je Platz und Monat für Business Standard und 105 Euro für Premium. Eindeutig sind die Dollarangaben in den Fußnoten. Rechne im Zweifel mit denen — und wundere dich nicht, wenn dein Bildschirm eine andere Zahl zeigt als dieses Blatt.
1
Schreib in ganzen Sätzen So, wie du es am Montag aussprechen würdest. Keine Stichworte, keine Paragrafen. Wer eine Regelung nicht vorlesen kann, hat sie nicht formuliert, sondern notiert.
2
Jede Zeile beantwortet eine echte Frage Nicht „Datenschutz ist wichtig", sondern: Darf ich die Reklamation von gestern hineinkopieren? Wenn deine Ansage das nicht beantwortet, beantwortet sie es sich im Zweifel jemand selbst.
3
Lies sie laut vor Am besten jemandem, der nicht dabei war. Was dabei erklärungsbedürftig klingt, hält im Betrieb auch nicht. Die erste Rückfrage, die kommt, trägst du unten ein.
Firmenzugang, privater Zugang, gar keiner — und wer entscheidet über neue Zugänge
Zwei, drei Arbeiten, die du gutheißt. Ohne diesen Teil klingt jede Ansage wie ein Verbot — und wird umgangen
Bitte hier als Art benennen, nicht mit echten Beispielen aus dem Betrieb
Eine Regelung ohne Ansprechpartner wird zur Ratearbeit — und geraten wird meistens zugunsten der Bequemlichkeit
Tarife und Grenzen ändern sich hier in Tagen. Ein Wiedervorlagedatum gehört dazu
Die kommt sicher. Schreib sie auf, bevor sie jemand stellt
In einem Satz. Wenn du drei brauchst, ist die Regelung noch nicht fertig
💡 Die drei Angaben, die du zum Formulieren brauchst. Stand 07.09.2026.
• Training: Free, Go, Plus und Pro trainieren standardmäßig mit deinen Eingaben, Widerspruch ist möglich. Business, Enterprise und die Programmierschnittstelle tun es standardmäßig nicht.
• Preis: Plus 20 US-Dollar im Monat für einen Zugang, Business Standard 20 US-Dollar je Platz und Monat bei Jahreszahlung. Gleicher Betrag, gegenteilige Voreinstellung.
• Zwei Dinge gibt es in keinem Privattarif: das Anbinden von eigenem Firmenwissen („Company knowledge") und selbstständig laufende Abläufe im Arbeitsbereich („Workspace agents") stehen in Free, Go, Plus und Pro alle vier auf „Nein" — auch im Tarif für 200 US-Dollar im Monat.
⚠️ Zwei Dinge, die du nicht behaupten solltest — weil sie sich am 07.09.2026 nicht belegen ließen. Erstens: wie viel Astra in Business und Enterprise steckt — und zwar deshalb, weil OpenAI diese Frage am selben Tag dreimal unterschiedlich beantwortet: Auf chatgpt.com/pricing ist Astra im Reiter „Business & Enterprise" gelistet, mit dem Wert „Flexibel" für beide Tarife. Auf openai.com/business/pricing fehlt Astra in der ChatGPT-Modellübersicht; dort stehen nur GPT-5.6 Sol, Sol Pro, Terra, Luna und GPT-5 Thinking Mini. Und im API-Reiter derselben Seite ist Astra die erste Karte, mit Preis je Million Token. „Flexibel" heißt dabei nicht „unbegrenzt" — laut Fußnote können Business und Enterprise Kontingente hinzukaufen. Eine feste Menge nennt keine der drei Ansichten. Zweitens: Ob die Verarbeitung in Europa auch für den Business-Tarif gilt, ließ sich nicht an einer Quelle von OpenAI bestätigen. Beides vor einem Abschluss schriftlich geben lassen statt es in die Ansage zu schreiben.

Fünf Sätze zum Nachschlagen

Kein Ausfüllteil mehr — nur das, was von der Kaufentscheidung übrig bleibt.

⚠️ Wie lange das hier gilt. Alle Angaben auf diesem Blatt haben den Stand 07.09.2026. Tarife, Mengengrenzen, Kontextfenster und die Frage, welches Modell in welchem Tarif steckt, ändern sich in diesem Feld innerhalb von Tagen, nicht von Wochen. Was du heute in deinem Konto gefunden hast, kann nächste Woche anders aussehen. Aufgabe 1 ist deshalb kein einmaliger Vorgang, sondern der Handgriff, den du vor jeder Entscheidung wiederholst.

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Alle deine Eingaben (Bestandsaufnahme, Rückverfolgung der Zahl & deine Regelung) werden automatisch gesammelt und per E-Mail übermittelt. Alternativ kannst du es einfach als PDF speichern.

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