Ein KI-Agent, der Ihre Werbekampagnen analysiert und Vorschläge macht (z. B. ein Ads-Analyse-Agent). Es gibt drei Bauweisen — finden Sie heraus, welche zu Ihnen passt.
Einen KI-Werbe-Agenten können Sie auf drei sehr unterschiedliche Arten bekommen — vom selbst erstellten Chat-Agenten (ganz ohne Technik) über einen No-Code-Baukasten bis zum eigenen kleinen Programm. Die Wege unterscheiden sich vor allem in Aufwand, Anpassbarkeit und Kontrolle über Ihre Daten.
Mehr Kontrolle bedeutet meist mehr Aufwand — und umgekehrt. Es gibt also kein „richtig" oder „falsch", sondern nur das, was zu Ihrem Ziel, Ihrem Vorwissen und Ihren Datenschutz-Anforderungen passt. Dieses Arbeitsblatt hilft Ihnen, den passenden Einstieg zu wählen.
Lesen Sie die Zeilen quer — so sehen Sie den Unterschied zwischen schnell & einfach und individuell & kontrolliert.
| Weg | Aufwand | Technisches Vorwissen | Anpassbarkeit | Kontrolle / Datenschutz | Automatisierbar | Für wen geeignet |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 · Eigener Agent in ChatGPT/Claude Custom GPT / Claude-Projekt |
gering | keins (Chatbot bedienen) | mittel (per Anweisung/Prompt) | mittel — Daten gehen an den KI-Anbieter | eingeschränkt (Daten manuell einfügen) | schnellster Start ohne Technik, eigene Analyse-Logik |
| 2 · Make.com No-Code |
mittel | wenig (kein Programmieren) | hoch, ohne Code | mittel (läuft als Cloud-Dienst) | ja (z. B. täglich/wöchentlich) | eigene Workflows ohne Programmieren |
| 3 · Selber bauen Code / „Vibe Coding" |
höher | etwas Coding (oder per KI erzeugt) | maximal | hoch (Daten können lokal bleiben) | ja | max. Kontrolle, Datenschutz, eigene Logik |
Sie nehmen keinen fertigen Anbieter-Agenten, sondern erstellen sich selbst einen — in ChatGPT als „Custom GPT" oder in Claude als „Projekt". Dort hinterlegen Sie einmal eine feste Anweisung (z. B. „Du bist mein Ads-Analyst, prüfe meine Kampagnendaten auf Schwachstellen") und geben ihm Ihre exportierten Kampagnendaten. Kein Programmieren, in wenigen Minuten startklar. Wichtig: Die Daten gehen an den KI-Anbieter — keine sensiblen oder personenbezogenen Daten eingeben, im Zweifel anonymisieren.
Ein visueller Baukasten: Sie verbinden Bausteine (Daten holen → KI → Ergebnis), ganz ohne Programmieren. Sie legen einen Make-Account an, klicken ein „Szenario" zusammen und verbinden ein KI-Modul mit Ihrer Datenquelle. Der Aufwand ist mittel, die Anpassbarkeit hoch — und es läuft automatisiert, z. B. jeden Montag.
Ein eigenes kleines Programm (z. B. in Python). Sie haben die volle Kontrolle, und die Daten können lokal auf Ihrem Rechner bleiben. Etwas Coding ist nötig — das können Sie sich aber auch von einer KI erzeugen lassen („Vibe Coding"). Der Aufwand ist höher, dafür ist die Anpassbarkeit maximal, kostengünstig und unabhängig.
Tipp: Viele starten mit Weg 1 oder 2 und wechseln später zu Weg 3, wenn die Anforderungen wachsen.
Übertragen Sie es auf Ihr Unternehmen. Probieren Sie mindestens zwei der drei Wege aus — so können Sie Aufwand und Ergebnis direkt vergleichen.
Speichern Sie Ihr ausgefülltes Arbeitsblatt als PDF — oder senden Sie es an den Kursleiter.