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🔗 Wo dieses Blatt in der Reihe steht
Modul 0 (hier): die Wörter. Damit dir in den Fachteilen kein Begriff den Faden abschneidet.
Teil 1: KI im Kundenservice — dort fällt „Prompt" in der ersten Minute.
Teil 2: Eigene KI hosten — dort geht es die ganze Zeit um die Frage: auf wessen Computer läuft das gerade?
Teil 3: Firmenwissen in die KI — dort entscheidet die Dateiart darüber, ob es überhaupt funktioniert.

Teil 1, 2 und 3 bauen auf diesen Begriffen auf. Du musst hier nichts auswendig lernen und nichts von vorne bis hinten lesen. Schlag nach, wenn ein Wort fällt, das du nicht sicher einordnen kannst. Mehr braucht es nicht.

Keine dumme Frage

Der wichtigste Abschnitt dieses Blattes — und er enthält keinen einzigen Fachbegriff.

🤝 Das gilt in diesem Kurs
Niemand muss das alles wissen. Nicht du, nicht dein Sitznachbar, nicht der Kollege, der sich sicherer anhört. Wer im Betrieb seit Jahren Angebote rechnet, Baustellen führt oder Personal plant, hat diese Wörter schlicht nie gebraucht. Das ist kein Rückstand, das ist ein anderer Beruf.

Nachfragen ist hier normal. Es gibt in diesem Kurs keine Frage, die zu einfach wäre. „Was ist eine Datei?" ist eine völlig saubere Frage. Erfahrungsgemäß scheitern Teilnehmer nicht an den schwierigen Themen — sie scheitern daran, dass sie eine Datei nicht wiederfinden. Genau deshalb gibt es dieses Blatt.

Es wird nichts bewertet. Kein Test, keine Note, kein Ranking. Die Aufgaben unten sind für dich und deinen Betrieb — der Kursleiter liest sie, um den Kurs an euch anzupassen.

Die Schreinerei Vogt — ein Betrieb für alle Begriffe

Damit du dich nicht bei jedem neuen Wort in eine neue Welt hineindenken musst, wird in diesem Kurs alles an demselben Betrieb erklärt. Du denkst dich einmal hinein — danach kommt jeder neue Begriff an eine Stelle, die du schon kennst.

🪚 Stell dir diesen Betrieb vor
Schreinerei Vogt, 12 Mitarbeiter. Vorne das Büro, hinten die Werkstatt. Chefin Martina Vogt schreibt die Angebote. Sandra im Büro nimmt Anrufe und Post an. Tim ist im ersten Lehrjahr. Neun Gesellen bauen Treppen, Türen und Einbauschränke.

Jeden Tag fällt dasselbe an: Aufmaße auf der Baustelle, Angebote, Preislisten vom Holzhändler, Rechnungen, ab und zu eine Reklamation. Gerade läuft ein Auftrag für Familie Berger.

Drei Orte tauchen im Kurs immer wieder auf:
Der Aktenschrank im Büro — 20 Jahrgänge Aufträge, sauber in Hängemappen.
Der Rechner im Nebenraum — er brummt rund um die Uhr, aber es sitzt nie jemand davor. Trotzdem holen sich alle etwas davon.
Die gemietete Lagerhalle am Ortsrand — weil der Hof zu klein geworden ist. Die Halle gehört Vogt nicht, sie ist gemietet.

👉 Warum ausgerechnet diese drei Orte?

Weil sie später drei ganz unterschiedliche Computer-Themen tragen. Der Aktenschrank ist deine Ablage: Dateien, Ordner, Wiederfinden. Der Rechner im Nebenraum ist ein Computer, der für andere Computer arbeitet. Die gemietete Halle ist der Platz, den du bei jemand anderem nutzt statt selbst zu bauen. Merk dir die drei Orte — den Rest baut der Kurs darauf auf.

Wenn bei dir ein ganz anderer Betriebstyp läuft — Handel, Industrie, Pflege, Dienstleistung — funktioniert dasselbe Bild. Statt Aufmaß und Zuschnitt hast du Lieferscheine, Prüfprotokolle oder Pflegedokumentation. Die Struktur bleibt.

Diese 10 Begriffe solltest du kennen, bevor du mit Teil 1 anfängst

Die absolute Minimalauswahl. Alles andere kannst du im Laufe der Reihe nachschlagen — diese zehn brauchst du schon in der ersten Übung.

#BegriffWas es ist — und was es bei Vogt wäre
1 Datei Ein einzelnes gespeichertes Ding auf dem Computer — das Angebot für Familie Berger, das Foto der fertigen Treppe, die Preisliste vom Holzhändler. Sie hat einen Namen, du kannst sie öffnen, kopieren, verschicken oder löschen. Im Aktenschrank wäre sie ein einzelnes Blatt.
2 Ordner Ein Behälter für Dateien, damit du sie wiederfindest — im Aktenschrank die Hängeregistratur „Angebote 2026". Ordner können weitere Ordner enthalten, so wie in der Hängemappe noch einzelne Mappen pro Kunde stecken.
3 Datei-Endung Die Buchstaben hinter dem Punkt im Dateinamen, meist zwei bis vier: angebot.pdf, preise.csv, logo.png. Sie sagen dem Computer, um welche Art von Datei es sich handelt. Wie die Aufkleber auf den Kisten im Werkstattregal — „Beschläge", „Dübel 8 mm" — außen draufgeschrieben, damit jeder sofort weiß, was drin ist. Entscheidet, ob ein Werkzeug deine Datei annimmt.
4 Browser Das Programm, mit dem du im Internet unterwegs bist — Chrome, Firefox, Edge oder Safari. Wie der Firmenbus: Der Bus ist das Fahrzeug, die Baustelle ist der Ort, an den du willst. Mit welchem Fahrzeug du ankommst, ist meistens egal. Alle Übungen laufen darin, du musst nichts installieren.
5 Tab
deutsch: Reiter
Eine geöffnete Seite im Browser. Oben liegen sie nebeneinander, du kannst mehrere gleichzeitig offen haben und hin- und herspringen. Sandra hat morgens vier Stück offen: Mailfach, Shop des Holzhändlers, Onlinebanking, Kalender. Zwei KIs nebeneinander zu vergleichen — eine links, eine rechts — ist Standardübung im Kurs.
6 URL
deutsch: Webadresse
Die vollständige Adresse einer Internetseite, die oben in der Adresszeile des Browsers steht, zum Beispiel https://www.schreinerei-vogt.de/preise. Wie die Lieferanschrift auf dem Lieferschein: schreinerei-vogt.de ist die Straße, alles hinter dem Schrägstrich ist die Hausnummer. Ein falsches Zeichen, und die Lieferung kommt nicht an. Der Link ist zum Klicken, die URL ist der Text zum Kopieren — dasselbe Ziel, zwei Wege dorthin.
7 Hochladen
Upload
Du gibst eine Datei von deinem Rechner an einen Dienst im Internet weiter, damit der damit arbeiten kann. Wie die Rechnungen, die Sandra jeden Monat zum Steuerberater gibt — mit einem entscheidenden Unterschied: Sie gibt eine Kopie ab, das Original bleibt im Aktenschrank. Genau hier fängt die Datenschutzfrage an: Sobald du hochlädst, liegt eine Kopie bei jemand anderem. Die Gegenrichtung heißt Herunterladen (Download) — die Datei kommt aus dem Internet auf deinen Rechner und landet fast immer im Ordner „Downloads".
8 Zwischenablage Der unsichtbare Speicher, in dem landet, was du kopierst: Strg + C legt hinein, Strg + V fügt ein. Am Mac Cmd + C und Cmd + V. Wie das kleine Kreidebrett neben dem Werkstatttelefon, auf das genau eine Zeile passt — schreibt jemand etwas Neues drauf, ist die alte Notiz weg. Der meistgenutzte Handgriff der ganzen Reihe.
9 Prompt Deine Eingabe an die KI — Frage, Anweisung oder Auftrag. Wie der Auftrag, den Martina Tim gibt: „Mach mal was aus dem Eichenholz da" bringt irgendetwas zurück. „Regal, Eiche massiv, 180 mal 80, drei Fachböden, geölt, bis Freitag" bringt genau das, was sie wollte. Können würde Tim in beiden Fällen dasselbe — der Unterschied liegt allein im Auftrag. Das Wort fällt in Teil 1 in der ersten Minute.
10 Halluzination Eine frei erfundene Antwort, die vollkommen überzeugend klingt. Die KI kündigt das nicht an — Tonfall und Selbstsicherheit sind identisch zur richtigen Antwort. Wie das Navi im Firmenbus, das „in 200 Metern rechts abbiegen" ansagt, und da ist ein Acker. Damit du der ersten überzeugenden Antwort nicht blind glaubst.

📌 Acht von zehn sind reine Computer-Grundlagen

Das ist kein Zufall. Nur Prompt und Halluzination sind KI-Begriffe. Der Rest ist ganz normaler Bürocomputer-Alltag. Wenn du dich hier sicher fühlst, ist der schwerste Teil schon geschafft.

Chatbot, Eskalation und DSGVO stehen bewusst nicht auf der Liste — die erklärt Teil 1 selbst ausführlich. Nachschlagen kannst du sie trotzdem jederzeit im vollständigen Glossar.

🪟 Windows-Tipp zu Nr. 3: Datei-Endungen sichtbar machen
Windows blendet die Endungen ab Werk aus — du siehst „angebot", nicht „angebot.pdf". Das ist eine der häufigsten Stolperstellen überhaupt.

Windows 11: Öffne den Explorer und gehe auf Anzeigen → Einblenden → Dateinamenerweiterungen.
Windows 10: Reiter Ansicht, dann das Häkchen bei Dateinamenerweiterungen setzen.

Danach siehst du bei jeder Datei, was sie wirklich ist. Das dauert zehn Sekunden und erspart dir im Kurs eine Menge Rätselraten.

Diese Begriffe brauchst du für die 6 Aufgaben

Drei kleine Tabellen: Welche Sorte Datei liegt vor dir? Auf wessen Computer passiert das? Und muss die KI etwas lernen oder nur nachschlagen? Schau hier nach, während du unten ausfüllst.

A · Dateiarten — für Aufgabe 3

BegriffWas es ist — und was es bei Vogt wäre
Format Die Bauart einer Datei, also wie der Inhalt innen aufgebaut ist. Die Datei-Endung ist die Beschriftung, das Format ist der Inhalt selbst. Wie der Schraubenkopf in Tims Sortimentskasten: Kreuz oder Schlitz — die Schraube hält in beiden Fällen, aber du brauchst den passenden Schraubendreher. Programme sind die Schraubendreher. „Falsches Format" heißt fast immer: Das Programm kann damit nichts anfangen.
PDF Das Format für Dokumente, die überall gleich aussehen sollen — auf jedem Gerät, bei jedem Drucker. Angebote, Rechnungen, Montageanleitungen. Wie das ausgedruckte Angebot in der Mappe für Familie Berger: fest, fertig, unterschrieben. Wichtig: PDF ist nicht gleich PDF — siehe die nächsten beiden Zeilen.
Scan Ein Foto von einem Blatt Papier. Wenn Sandra den Auftrag von 2009 über den Kopierer zieht, sieht das Ergebnis aus wie ein Dokument — für den Computer ist es aber nur ein Bild: Er sieht farbige Bildpunkte, keine Buchstaben. Der Ein-Sekunden-Test: PDF öffnen und den Text mit der Maus markieren. Geht nicht? Dann ist es ein Scan, und für jedes Werkzeug, das Text ausliest, ist die Seite leer.
OCR
Texterkennung
Ein Programm schaut sich das Bild an und tippt den Text ab. Aus dem Foto einer Seite werden echte, kopierbare Buchstaben. Wie die Preisliste, die der Holzhändler ins Schaufenster gehängt hat: Lesen kannst du sie durch die Scheibe — aber kein einziges Wort herausnehmen und ins eigene Angebot übernehmen. Genau das braucht die KI aber: Wörter zum Mitnehmen. OCR öffnet die Scheibe. Nicht perfekt: Handschrift und schlechte Scans musst du gegenlesen.
Textdatei Eine Datei, die nur aus Buchstaben und Zahlen besteht — ohne Schriftarten, Farben, Logos oder Seitenränder. Typische Endung .txt. Wie Tims handschriftlicher Aufmaßzettel von der Baustelle im Vergleich zur fertig gestalteten Angebotsmappe mit Vogt-Logo: dieselben Maße, nur ohne alles Drumherum. Viele KI-Werkzeuge kommen damit am zuverlässigsten zurecht.
CSV Eine Tabelle im einfachsten denkbaren Format: reiner Text, die Spalten sind nur durch Kommas oder Semikolons getrennt. Excel öffnet CSV-Dateien problemlos. Wie die Preisliste des Holzhändlers auf kariertem Papier statt im gedruckten Katalog: alle Zahlen da, nur ohne Rahmen, Farben und Logo.
Markdown Eine einfache Schreibweise, um Text zu gliedern: # macht eine Überschrift, - einen Aufzählungspunkt, **fett** macht fett. Endung .md. Wie das Unterstreichen mit Bleistift und Lineal auf dem Werkstattzettel — kein Layoutprogramm nötig, ein Strich genügt.
Metadaten Daten über die Datei selbst statt über ihren Inhalt: wer sie erstellt hat, wann, mit welchem Programm, bei Fotos sogar der Aufnahmeort. Wie das Kürzel und das Datum, die Sandra oben rechts auf jedes Formular stempelt. Sie reisen unbemerkt mit, wenn du eine Datei weitergibst.

B · Wo es liegt und wo es läuft — für Aufgabe 4

BegriffWas es ist — und was es bei Vogt wäre
Server Ein Computer, der nicht für einen Menschen am Schreibtisch da ist, sondern für andere Computer. Er läuft rund um die Uhr und liefert, sobald jemand etwas anfragt. Das ist der Rechner im Nebenraum, an dem nie jemand sitzt: Sandra holt sich die Angebotsvorlage, Martina die Kalkulation, die Werkstatt den Zuschnittplan. Wie die Kiste innen arbeitet, muss niemand wissen.
Rechenzentrum Ein Gebäude voller Server, mit Klimaanlage, Notstrom und Zutrittskontrolle. Wie die gemietete Lagerhalle am Ortsrand — nur mit Computerschränken statt Holzstapeln, und nicht jeder kommt hinein.
Cloud Du nutzt Computerleistung, die jemand anderem gehört, über das Internet. Du kaufst nichts und wartest nichts, du zahlst für die Nutzung. Wie das ausgelagerte Lager beim Dienstleister: sofort verfügbar, kein eigenes Dach, kein eigener Stapler — dafür liegen deine Sachen nicht mehr bei dir, und die Bedingungen macht der Vermieter. ChatGPT, Claude und Gemini sind Cloud. „Wolke" klingt nach Luft, es ist aber immer ein sehr realer Computer in einem sehr realen Gebäude, das jemandem gehört.
Lokal Das Gegenteil von Cloud: Die KI läuft auf deinem eigenen Gerät. Nichts verlässt den Rechner, es geht auch ohne Internet. Wie die Handoberfräse im eigenen Werkzeugschrank: immer greifbar, niemand schaut dir zu — aber Anschaffung, Schärfen und Wartung sind deine Sache. Die datenschutzfreundlichste Variante.
On-Premise
deutsch: im eigenen Haus
Die Firmen-Version von „lokal": Die Software läuft auf Servern, die dem Unternehmen selbst gehören und im eigenen Haus stehen. „Lokal" ist die Handfräse auf Martinas Werkbank — nur sie arbeitet damit. „On-Premise" ist die große CNC-Fräse in der Halle, an der alle zwölf ihre Teile fertigen lassen.
DSGVO Das europäische Datenschutzgesetz. Es gilt seit dem 25. Mai 2018 und greift immer dann, wenn du mit Daten arbeitest, an denen sich eine bestimmte Person erkennen lässt — Name, E-Mail-Adresse, Kundennummer, Anschrift. Wie die Straßenverkehrsordnung für den Firmenbus: Sie verbietet das Fahren nicht, sie schreibt vor, wie gefahren wird. Merksatz für den Kurs: Sobald „Familie Berger" im Chat steht, ist es ein DSGVO-Thema.
AVV
Auftragsverarbeitung
Ein Vertrag mit jedem Dienstleister, der in deinem Auftrag mit Daten deiner Kunden arbeitet. Er hält fest, was der Dienstleister damit tun darf und was nicht. Wie der Vertrag mit der Firma, die Vogts alte Kundenakten schreddert: Die Akten gehören weiterhin Vogt, der Vertrag legt fest, dass sie vernichtet und nicht gelesen werden. Praxisregel: Kein Kundendatum in ein Werkzeug ohne AVV.
Backup
Sicherungskopie
Eine zweite Kopie deiner Daten an einem anderen Ort, damit ein Ausfall, ein Löschfehler oder ein Angriff dich nicht die Arbeit von Jahren kostet. Wie der Zweitschlüssel zur Werkstatt: Liegt er in der Schublade im selben Haus, nützt er nichts, wenn es brennt. Bewährte Faustregel — die 3-2-1-Regel: drei Kopien, zwei verschiedene Speichermedien, eine außer Haus.

C · Beibringen oder nachschlagen — für Aufgabe 5

Hier hilft dir Tim, der Lehrling, durch alle vier Begriffe. Das ist die wichtigste Unterscheidung der ganzen Reihe — und sie ist einfacher, als sie klingt.

BegriffWas es ist — und was es bei Vogt wäre
Modell Das Ergebnis eines Lernvorgangs — eine große Datei, in der steckt, was das System aus riesigen Datenmengen abgeleitet hat. Nicht die einzelnen Texte, sondern vor allem die Muster daraus. Wie Tim nach der Gesellenprüfung: In seinem Kopf steckt kein Aktenordner mit allen Aufträgen der Lehrzeit, sondern das, was aus ihnen hängengeblieben ist — wie eine Zinkung sitzt, wann Eiche reißt.
Training Der Vorgang, bei dem aus riesigen Textmengen ein Modell entsteht. Das dauert Wochen, kostet Millionen — und außer einer Handvoll großer Anbieter macht das kein Unternehmen selbst. Wie Tims dreieinhalb Jahre Lehrzeit bis zur Gesellenprüfung: Danach ist der Kopf gefüllt. Was Vogt danach an Preisen, Kunden und Sonderregeln dazubekommt, steht dort nicht drin. Niemand schickt Tim noch mal in die Lehre, nur weil sich die Rückgabefrist geändert hat.
Fine-Tuning
Nachtrainieren
Ein fertiges Modell bekommt zusätzliche Beispiele und wird damit nachgeschult. Das ändert vor allem, wie es antwortet — Tonfall, Aufbau, Format. Für die Frage, was es weiß, ist es der falsche Hebel. Wie ein Kundengesprächs-Seminar für Tim: Danach klingt er am Telefon wie ein Vogt-Mitarbeiter. Die Rückgabefrist von Vogt lernt er in dem Seminar trotzdem nicht.
RAG
sinngemäß: antworten mit Nachschlagen
Die KI lernt eure Dokumente nicht auswendig. Sie schlägt bei jeder einzelnen Frage neu darin nach und formuliert die Antwort aus dem Gefundenen. Wie eine Klassenarbeit mit offenem Buch: Tim muss nichts auswendig können — er schlägt die passende Seite im Vogt-Ordner auf und schreibt die Antwort in eigenen Worten. Nach der Arbeit ist das Buch immer noch ein Buch: Eure Dateien wandern nie ins Modell hinein.
📖 Merksatz für Aufgabe 5
Wissen kommt über Nachschlagen hinein, nicht über Lehrzeit. Wenn ein Anbieter sagt „wir trainieren die KI auf Ihre Daten", darfst du nachfragen — fast immer ist etwas anderes gemeint, und meist ist RAG der richtige und deutlich billigere Weg. Das Fraunhofer IESE schreibt dazu: „Unserer Ansicht nach sollte Fine-Tuning aber nicht dafür eingesetzt werden, einem LLM Wissen anzutrainieren."

Für dich heißt das in der Praxis: Alles, was sich ändert — Preise, Fristen, Ansprechpartner, Sonderregeln — gehört in ein Nachschlagewerk, nicht in eine Lehrzeit.

📚 Das ist die Kurzfassung — es gibt mehr

Dieses Blatt zeigt die Begriffe, die du jetzt brauchst. Das vollständige Glossar zu Modul 0 umfasst 58 Begriffe in fünf Gruppen: Computer-Grundlagen, Dateiarten, Wo die KI läuft, Wie KI funktioniert, Anbindung und Recht. Dort stehen auch Link, Installieren, Rechtsklick, Terminal, Container, Docker, Open Source, Lizenz, Sprachmodell, LLM, Token, Kontextfenster, Chunk, Embedding, Vektor, Index, Datenbank, Schnittstelle, API, Workflow, Agent, Chatbot, Assistent, Eskalation und Drittland.

Du musst das nicht lesen. Es ist ein Nachschlagewerk. Wenn im Kurs ein Wort fällt, das du nicht sicher einordnen kannst — dort steht es, jeweils auf ein paar Zeilen, alles an derselben Schreinerei erklärt. Frag den Kursleiter nach der Nummer, dann findest du es sofort.

Faktenstand dieses Blattes: 28.07.2026. Drei Punkte veralten erfahrungsgemäß am schnellsten: die Windows-Menüwege, die Größe der Kontextfenster und die Rechtslage zum Datentransfer in die USA.

Übertrag auf deinen Betrieb

Beantworte die 6 Aufgaben in eigenen Worten. Kurze, ehrliche Antworten reichen völlig. Nichts davon wird bewertet — der Kursleiter sieht daran, wo er ausführlicher werden muss.

Aufgabe 1
Welche drei Begriffe waren dir neu?
Ganz ehrlich — das wird nicht bewertet, und es liest niemand außer dem Kursleiter. Genau diese drei Begriffe erklärt er im Kurs dann noch einmal in Ruhe. Schreib ruhig auch dazu, wenn du bei einem Wort nur ungefähr eine Ahnung hast. Keine Antwort ist hier falsch.
Aufgabe 2
Übertrag: Wer ist bei dir Sandra, wo ist dein Aktenschrank, was liegt in deiner Lagerhalle?
Übersetze die Schreinerei in deinen Betrieb. Sandra = wer nimmt bei euch Anfragen an und weiß, wo was liegt? Aktenschrank = wo liegen eure Unterlagen wirklich — Papierordner, Serverlaufwerk, ein Ordner auf einem einzelnen Rechner, das Mailpostfach? Lagerhalle = was habt ihr an einen Dienstleister ausgelagert, dem es nicht gehört, aber der es für euch aufbewahrt? Und gibt es bei euch einen Rechner im Nebenraum, an dem nie jemand sitzt?
Aufgabe 3
Welche Dateiarten fallen bei dir täglich an?
PDF, Foto, Tabelle, Scan, Word-Datei, Mail, Sprachnachricht … Schreib einfach auf, was bei dir durchläuft, und wenn du magst gleich dazu: Ist das ein echter Text oder nur ein Bild von einem Blatt? Der Ein-Sekunden-Test dafür steht oben in Tabelle A. Falls du die Endungen nicht siehst: Der Windows-Tipp weiter oben blendet sie ein.
Aufgabe 4
Was von deinen Unterlagen liegt auf deinem eigenen Rechner, was bei einem Dienstleister im Internet?
Zwei Spalten genügen. Bei mir: eigener Rechner, Firmenserver, USB-Stick, Papierordner. Bei jemand anderem: Mailanbieter, Online-Speicher, Buchhaltungsprogramm im Browser, Steuerberater-Portal, Shop-System. Viele merken hier zum ersten Mal, wie viel schon außer Haus liegt — das ist genau der Punkt der Aufgabe, nicht ein Vorwurf. Bitte keine echten Kundendaten eintragen, allgemeine Beschreibungen reichen.
Aufgabe 5
Welche Aufgabe würdest du eine KI lieber nachschlagen lassen, statt sie ihr beizubringen?
Das ist der Tim-Gedanke: Lehrzeit gegen offenes Buch. Etwas beibringen heißt, es muss in den Kopf hinein und bleibt dort auch dann, wenn es sich ändert. Nachschlagen heißt, es bleibt im Ordner stehen — und wenn du den Ordner änderst, stimmt die Antwort ab sofort. Faustregel: Alles, was sich ändert (Preise, Fristen, Ansprechpartner, Sonderregeln), gehört ins Nachschlagen. Welche eurer Auskünfte ändert sich am häufigsten?
Aufgabe 6
Welchen Begriff schaust du dir diese Woche genauer an?
Einer reicht. Nimm den, der dir im Betrieb am ehesten begegnet — nicht den, der am wichtigsten klingt. Schreib dazu, woran du merken wirst, dass du ihn verstanden hast („ich kann Sandra erklären, warum …").

🔒 Datenschutzhinweis

Verantwortlicher: Daniel Wagmann · danielwagmann@amzmanager.de

Zweck: Auswertung des Lernfortschritts im Rahmen des KI-Kurses.

Erhobene Daten: Name, optionale Firmenzugehörigkeit, deine Antworten, Datum.

Weitergabe: Ausschließlich an den Kursleiter. Technische Übermittlung über Web3Forms. Keine Weitergabe an Dritte.

Speicherung: Keine dauerhafte Speicherung auf dem Server. Keine Cookies.

Rechte: Auskunft, Berichtigung, Löschung und Widerruf jederzeit per E-Mail.

Bitte keine echten Kundendaten eintragen. Für die Aufgaben reichen allgemeine Beschreibungen — Namen, Adressen oder Bestellnummern gehören nicht ins Formular.

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