Praktische Übung · Teil 2 · 60–75 Minuten
Dein Dashboard. Automatisch geprüft.
In Teil 1 hast du dein Dashboard von Hand geprüft. Jetzt schreibt Claude Code oder Codex daraus einen Prüflauf mit Playwright. Der klickt dieselben Schritte in Sekunden durch, so oft du willst. Du legst fest, was geprüft wird, und du liest das Ergebnis.
Dein dashboard.html aus Teil 1 im Ordner mein-dashboard auf dem Schreibtisch, dein Claude Code oder Codex wie in Teil 1 und die Erlaubnis, auf deinem Rechner Programme zu installieren. Fehlt dir eins davon, nimmst du den Ausweichweg, den jede Etappe anbietet.
Eine Prüfdatei pruefung.py neben deinem Dashboard. Sie geht deine Prüfschritte durch, macht ein Foto in Handybreite und meldet je Schritt „BESTANDEN“ oder „NICHT BESTANDEN“. Und du weißt, was sie nicht prüft.
| Wort | Ein Satz dazu |
|---|---|
| Playwright | Kostenloses Programm von Microsoft, das einen Browser fernsteuert: Es öffnet Seiten, klickt, liest Text und macht Bildschirmfotos. |
| Prüfschritt | Eine Handlung plus das erwartete Ergebnis: „Wenn ich X tue, muss Y passieren.“ |
| Prüfskript, Prüflauf | Die Datei mit allen Prüfschritten (hier pruefung.py) und ein Durchgang durch diese Datei. |
| Chromium | Die freie Fassung des Chrome-Browsers. Playwright lädt sie sich selbst herunter. |
| Ohne sichtbares Fenster | Der Browser läuft im Hintergrund (Fachwort „headless“). Du siehst nur das Ergebnis. |
| Konsole | Ein Bereich im Browser, in dem Fehlermeldungen der Seite stehen. Normalerweise siehst du ihn nicht. |
- Playwright: 0 €. Es ist quelloffen (Lizenz Apache 2.0) und gehört Microsoft.
- Codex: Im kostenlosen ChatGPT-Plan enthalten, laut ChatGPT-Preisseite mit „Eingeschränkter Zugriff auf Codex“. Laut Codex-Preisseite im Gratisplan nur in der Desktop-App und schrittweise freigeschaltet („subject to rollout“). Codex im Befehlsfenster nennt OpenAI erst ab Plus.
- Claude Code: Nicht im kostenlosen Claude-Plan. Claude Pro kostet 17 $ im Monat bei Jahreszahlung (200 $ im Voraus) oder 20 $ bei monatlicher Abrechnung.
- Ausweichweg mit Chrome oder Edge: 0 €, nichts zu installieren.
- Nicht nötig: Microsofts Cloud-Dienst „Playwright Workspaces“, der pro Minute abgerechnet wird.
So arbeitest du: Lies eine Etappe, führe sie aus und schreibe dein Ergebnis auf. Beispiel zeigt nur die Form, nicht deine fertige Antwort. Die Beispiele stammen aus einem echten Probelauf mit einem Social-Media-Wochenblick am 14.10.2026.
0 von 8 Etappen erledigt
Eingaben werden nur auf diesem Gerät zwischengespeichert.
Dein Dashboard wieder öffnen
Warum?Ein Prüflauf prüft nur, was du vorher festlegst. Deine Handprüfung aus Teil 1 ist die Vorlage: Was dort immer stimmen musste, muss die Maschine jetzt jedes Mal nachsehen.
Tu dasÖffne auf dem Schreibtisch den Ordner mein-dashboard und doppelklicke auf dashboard.html. Hake ab, was dein Dashboard heute zeigt. Schreib die Quelle aus deinem Schalter und die Werte deiner Kacheln bei „Letzte 30 Tage“ auf.
Beispiel: Meta Business Suite
Beispiel: Reichweite 40.955 · Klicks zur Website 1.483 · Anfragen 93 · Werbekosten je Anfrage 17,65 €
Du hast noch kein Dashboard? Mach zuerst Etappe 1 bis 4 der Dashboard-Werkstatt, Teil 1. In Etappe 4 entsteht der Schalter. Ohne Claude Code oder Codex bittest du die Kursleitung um ein Übungs-Dashboard mit Beispieldaten und speicherst es als dashboard.html in einem Ordner mein-dashboard.
Daran erkennst du ErfolgAlle fünf Haken sind gesetzt, und du hast die Werte deiner Kacheln notiert. Mit ihnen vergleichst du später das Ergebnis der Maschine.
Wenn es nicht klapptFehlt ein Teil, lass es mit dem passenden Auftrag aus Teil 1 nachbauen (Etappe 3 oder 4), bevor du weitermachst. Findest du die Datei nicht, frag die KI: „In welchem Ordner liegt dashboard.html?“
Den Prüfplan in Alltagssprache schreiben
Warum?Playwright tut genau das, was im Plan steht, und sonst nichts. „Sieht gut aus“ kann keine Maschine prüfen. „Wenn ich den Schalter einschalte, steht in der Kachel Reichweite ‚Nicht verfügbar‘“ schon.
Tu dasSchreib aus deinen Haken in Etappe 1 drei bis sechs Prüfschritte, je einen pro Zeile, immer in der Form „Wenn ich …, dann muss …“. Ein Schritt darf auch eine Erwartung sein, die nur dein Dashboard hat. Dein Plan landet automatisch im Auftrag in Etappe 4.
Beispiel: Wenn ich „Letzte 7 Tage“ wähle, dann sind die Anfragen kleiner als bei 30 Tagen. Wenn der Schalter an ist, dann bleiben die Anfragen sichtbar.
Dein Prüfplan ist zugleich deine Prüfliste von Hand. Druck das Blatt aus oder lass es offen: Du gehst die Schritte später selbst durch und hakst ab.
Daran erkennst du ErfolgJeder Schritt lässt sich mit Ja oder Nein beantworten. Eine Kollegin könnte ihn ohne Rückfrage ausführen.
Wenn es nicht klapptFrag dich bei jeder Zeile: Woran sähe ich, dass es schiefgeht? Genau das ist das erwartete Ergebnis. Fällt dir nichts Eigenes ein, reichen die Beispielschritte. Die Grundprüfung steht ohnehin im Auftrag.
Playwright vorbereiten lassen
Warum?Playwright ist ein Programm auf deinem Rechner und muss einmal eingerichtet werden. Die KI prüft, was fehlt, und erledigt die Installation. Ob installiert wird, entscheidest du.
| Windows | Playwright nennt Windows 11 oder neuer. Unter Windows 10 hat das Projekt nach eigener Aussage nie getestet. Microsoft unterstützt Windows 10 seit dem 14.10.2025 nicht mehr. |
|---|---|
| Mac | macOS 14 (Sonoma) oder neuer. |
| Python | Die Programmiersprache, in der das Prüfskript geschrieben wird. Playwright für Python verlangt Python 3.10 oder neuer. |
| Speicherplatz | Die Browser für Playwright brauchen laut Hersteller „einige hundert Megabyte“. Playwright legt sie in deinem Benutzerordner ab. |
| Administratorrechte unter Windows | Python lässt sich laut Python-Doku ohne Administratorrechte installieren (Ausnahmen: ein nötiges Systemupdate oder eine Installation für alle Benutzer). |
| Administratorrechte am Mac | Der Installer von python.org braucht laut Python-Doku ein Benutzerkonto mit Administratorrechten. |
| Firmenrechner | Richtlinien der Firmen-IT können verhindern, dass Playwright Chrome oder Edge startet. Frag deine IT, bevor du auf einem Firmenrechner installierst. |
Tu dasWähle Claude Code oder Codex und öffne wie in Teil 1 den Ordner mein-dashboard darin. Kopiere den Auftrag unten und schick ihn ab. Die KI soll erst nachsehen und nur nach deinem Okay installieren.
- Öffne Claude Code mit dem Ordner
mein-dashboardals Arbeitsordner. In der App über die Ordnerauswahl; im Befehlsfenster: Fenster im Ordner öffnen undclaudetippen. - Füge den Auftrag ein und schick ihn ab. Fragt Claude, ob es einen Befehl ausführen darf, lies ihn und erlaube nur, was zum Auftrag passt.
- Claude meldet, was da ist und was fehlt. Gib dein Okay zur Installation nur, wenn du auf diesem Rechner installieren darfst.
Zusatz, für dieses Blatt nicht nötig: Wer Claude den Browser auch direkt bedienen lassen will, trägt Playwright als Werkzeug ein (MCP, ein Steckplatz für KI-Werkzeuge). Laut Microsoft im Befehlsfenster: claude mcp add playwright npx @playwright/mcp@latest. Das braucht Node.js 20 oder neuer, ein weiteres Programm. Hier wollen wir aber eine Prüfdatei, die du jederzeit wieder starten kannst.
- Öffne Codex mit dem Ordner
mein-dashboardals Arbeitsordner. In der App über die Ordnerauswahl; im Befehlsfenster: Fenster im Ordner öffnen undcodextippen. Im Gratisplan nimm die App. - Füge den Auftrag ein und schick ihn ab. Fragt Codex, ob es einen Befehl ausführen darf, lies ihn und erlaube nur, was zum Auftrag passt.
- Codex meldet, was da ist und was fehlt. Gib dein Okay zur Installation nur, wenn du auf diesem Rechner installieren darfst.
Zusatz, für dieses Blatt nicht nötig: Wer Codex den Browser auch direkt bedienen lassen will, trägt Playwright als Werkzeug ein (MCP, ein Steckplatz für KI-Werkzeuge). Laut Microsoft im Befehlsfenster: codex mcp add playwright npx "@playwright/mcp@latest". Das braucht Node.js 20 oder neuer, ein weiteres Programm. Hier wollen wir aber eine Prüfdatei, die du jederzeit wieder starten kannst.
Ich möchte meine Datei dashboard.html in diesem Ordner gleich automatisch mit Playwright für Python prüfen lassen. Prüfe bitte zuerst nur, ohne etwas zu installieren: Welches Betriebssystem in welcher Version läuft auf meinem Rechner? Welche Python-Version ist installiert? Playwright für Python braucht Python 3.10 oder neuer. Ist Playwright für Python installiert, und in welcher Version? Ist der Browser Chromium für Playwright vorhanden? Wenn etwas fehlt, sag mir in einfachen Worten, was du installieren würdest, wie groß es ungefähr ist und ob dafür Administratorrechte nötig sind. Installiere erst nach meinem Okay und nur das Nötigste: falls Python fehlt oder älter als 3.10 ist, zuerst Python nur für mein Benutzerkonto, dann Playwright für Python mit dem Browser Chromium, keine weiteren Browser.
Beispiel: Claude Code
Beispiel: Windows 11, Python 3.14, Playwright 1.61.0, Chromium war schon da. Nichts installiert.
Ohne Claude Code, Codex oder Installationsrechte nimmst du den Recorder (deutsch „Rekorder“), der in Chrome und Edge eingebaut ist. Er zeichnet deine Klicks auf und spielt sie wieder ab. Öffne dashboard.html im Browser und dann die Entwicklerwerkzeuge: Rechtsklick auf die Seite, „Untersuchen“ (englisch „Inspect“), oder Strg+Umschalt+I, am Mac Cmd+Option+I. Dort wählst du den Reiter „Recorder“ („Rekorder“), sonst in Chrome über ⋮ → „More tools“ („Weitere Tools“), in Edge über das Plus-Zeichen in der Reiterleiste. Im Probelauf mit Chrome und Edge waren die Entwicklerwerkzeuge zuerst englisch. Bietet dir ein Band an, die Entwicklerwerkzeuge auf Deutsch umzustellen, geht beides. Dieses Blatt nennt beide Begriffe. Am Handy gibt es die Entwicklerwerkzeuge nicht, und die Firmen-IT kann sie sperren. Safari hat keinen Rekorder, nimm am Mac Chrome oder Edge.
Daran erkennst du ErfolgDie KI nennt eine Python-Version ab 3.10, eine Playwright-Version und meldet Chromium als vorhanden.
Wenn es nicht klapptFehlt Python oder ist es älter als 3.10, installiert die KI es zuerst. Darfst du das nicht, nimm den Ausweichweg. Läuft dein Rechner mit Windows 10, kann Playwright trotzdem funktionieren, zugesagt ist es nicht. Will die KI mehr installieren als Python, Playwright und Chromium, schreib: „Bitte nur Python, Playwright für Python und Chromium.“
Den ersten Prüflauf schreiben und starten lassen
Warum?Jetzt wird deine Handprüfung zur Datei. Die Prüfschritte aus Teil 1 und dein Plan aus Etappe 2 stehen danach in pruefung.py und laufen bei jedem Start gleich ab.
Tu dasDeine Quelle aus Etappe 1 und dein Plan aus Etappe 2 stehen schon im Auftrag. Steht noch eine eckige Klammer darin, fehlt ein Eintrag. Kopiere den Auftrag, schick ihn in derselben Sitzung ab und lies das Ergebnis. Öffne danach im Ordner selbst das Foto pruefung-390.png.
Schreibe mir in diesem Ordner ein Prüfskript pruefung.py mit Playwright für Python, das meine Datei dashboard.html prüft, und führe es danach aus. Ändere dashboard.html dabei nicht. Das Skript soll: 1. dashboard.html im Browser Chromium ohne sichtbares Fenster öffnen; 2. prüfen, ob der Hinweis „Beispieldaten“ sichtbar ist; 3. zwischen „Letzte 7 Tage“ und „Letzte 30 Tage“ wechseln und prüfen, ob sich die Werte der Kacheln ändern; 4. prüfen, ob unter jeder Kachel eine Quelle steht und unten eine Tabelle mit den Ausgangszahlen ist; 5. den Schalter „[Quelle] fällt aus“ einschalten und prüfen, ob die betroffenen Kacheln „Nicht verfügbar“ statt 0 zeigen und die anderen Kacheln sichtbar bleiben, danach den Schalter wieder ausschalten; 6. ein Bildschirmfoto der ganzen Seite in Handybreite (390 Pixel) als pruefung-390.png speichern und prüfen, ob die Seite dort breiter als der Bildschirm ist; 7. alle Fehlermeldungen aus der Konsole des Browsers sammeln. Prüfe zusätzlich meine eigenen Prüfschritte: [mein Prüfplan aus Etappe 2]. Wenn ein Prüfschritt scheitert, soll das Skript nicht abbrechen, sondern die übrigen Schritte trotzdem prüfen. Verwende keine festen Wartezeiten. Gib am Ende für jeden Prüfschritt eine Zeile aus, BESTANDEN oder NICHT BESTANDEN, mit einem Satz in Alltagssprache. Erkläre mir danach in drei Sätzen, was das Skript geprüft hat und was nicht.
Beispiel (Probelauf mit Claude Code): Alle 9 Prüfschritte bestanden. Schalter an: Reichweite, Klicks und Werbekosten je Anfrage zeigen „Nicht verfügbar“, keine 0, die Anfragen bleiben sichtbar. Keine Fehlermeldungen in der Konsole.
Beispiel: Der Prüflauf meldet „keine Überbreite“. Auf dem Foto ist die Tabelle trotzdem rechts abgeschnitten: Die Spalte Anfragen sieht man am Handy nur durch Wischen in der Tabelle.
- Klicke „Create recording“ (deutsch „Neue Aufzeichnung erstellen“) und dann „Start recording“ („Aufnahme starten“).
- Klicke im Dashboard die Schritte deines Prüfplans: „Letzte 7 Tage“, „Letzte 30 Tage“, den Schalter.
- Noch während der Aufnahme: „Add assertion“ („Assertion hinzufügen“). Es entsteht der Prüfschritt „Wait for element“ („Auf Element warten“). Dann „End recording“ („Aufzeichnung beenden“).
- Klapp „Wait for element“ („Auf Element warten“) auf und ersetze den Selektor
.clsdurchtext/Nicht verfügbar. - Lösche den Schritt „Navigate“ („Navigieren“): Drei-Punkte-Menü daneben, „Remove step“ („Schritt entfernen“). Sonst bricht das Abspielen bei einer Datei auf deinem Rechner ab: „… is not allowed, due to blocked schema“.
- Lade das Dashboard neu und klicke „Replay“ („Noch einmal wiedergeben“). Im Probelauf blieben alle Schritte blau, und die Kacheln zeigten „Nicht verfügbar“.
Ein Foto in Handybreite macht der Recorder nicht. Fehlermeldungen der Seite siehst du im Reiter „Console“ („Konsole“).
Daran erkennst du ErfolgFür jeden Prüfschritt steht eine Zeile mit BESTANDEN oder NICHT BESTANDEN da, und im Ordner liegen pruefung.py und pruefung-390.png. Deine Datei dashboard.html ist unverändert.
Wenn es nicht klapptMeldet das Skript, ein Element sei nicht gefunden worden, schreib: „Passe pruefung.py an die Beschriftungen in meinem Dashboard an. Ändere dashboard.html nicht.“ Steht NICHT BESTANDEN da, klick den Schritt von Hand nach: Stimmt das Dashboard nicht, oder prüft das Skript falsch? Will die KI Wartezeiten einbauen, lehne ab: Ein Prüflauf, der Sekunden abwartet, schlägt mal fehl und mal nicht.
Maschine gegen Handprüfung
Warum?„Alles bestanden“ heißt nur: Die geprüften Schritte passen. Ob eine Zahl richtig gerechnet ist, weiß Playwright nicht, solange es niemand prüfen lässt. Im Probelauf blieb ein absichtlich eingebauter Rechenfehler unbemerkt: Alle Schritte waren bestanden.
| Der Prüflauf aus Etappe 4 meldete NICHT BESTANDEN | Der Prüflauf meldete alles bestanden |
|---|---|
| Hinweis „Beispieldaten“ entfernt | Werbekosten je Anfrage durch die Klicks statt durch die Anfragen geteilt |
| Schalter zeigt 0 statt „Nicht verfügbar“ | Tabelle am Handy rechts abgeschnitten (nur auf dem Foto zu sehen) |
| Filter „Letzte 7 Tage“ wirkungslos | Gar nicht geprüft: ob die Zahlen zur Größe des Betriebs passen und ob eine Kollegin die Seite versteht |
| Skriptfehler beim Schalter (Meldung in der Konsole) |
Tu dasLeg deine Handprüfung aus Teil 1, Etappe 5 daneben. Schreib auf, was nur du geprüft hast. Trag dann eine gerechnete Kennzahl ein und lass sie die Maschine zusätzlich nachrechnen. Vergleiche mit deinem Taschenrechner-Ergebnis aus Teil 1.
Beispiel: Die Maschine hat Hinweis, Filter, Schalter, Konsole und Breite geprüft. Nur ich habe nachgerechnet und geprüft, ob 93 Anfragen im Monat zu uns passen.
Beispiel: Werbekosten je Anfrage = Werbekosten ÷ Anfragen
Ergänze pruefung.py um einen Prüfschritt: Stelle „Letzte 7 Tage“ ein, rechne die Kennzahl [meine gerechnete Kennzahl] aus der Tabelle unten im Dashboard selbst nach und vergleiche sie mit der Kachel. Gib die Rechnung mit aus. Ändere dashboard.html nicht. Führe pruefung.py danach aus.
Beispiel: Maschine: 380 € ÷ 21 Anfragen = 18,10 €, Kachel zeigt 18,10 €. Mein Taschenrechner kommt auf dasselbe.
Lighthouse, der Prüfbericht im Reiter „Lighthouse“ der Entwicklerwerkzeuge, prüft die Seite automatisch, unter anderem auf Barrierefreiheit. Bei einer Datei auf deinem Rechner (Adresse beginnt mit file://) ist der Standardmodus gesperrt: „Can only audit pages on HTTP or HTTPS.“ (deutsch „Seiten können nur mit HTTP oder HTTPS geprüft werden.“). Wähle deshalb den Modus „Snapshot“ und klicke „Analyze page state“ („Zustand der Seite analysieren“). Im Probelauf kamen statt Punktzahlen bestandene Prüfungen heraus, etwa „Accessibility 21/21“ (deutsch „Bedienungshilfen“), dazu 10 Punkte zum Prüfen von Hand. Deine Kennzahlen rechnet Lighthouse nicht nach. Das bleibt deine Taschenrechner-Prüfung aus Teil 1.
Daran erkennst du ErfolgDu kannst mindestens eine Sache nennen, die nur ein Mensch prüft. Der Nachrechen-Schritt, deine eigene Rechnung und die Kachel ergeben dieselbe Zahl.
Wenn es nicht klapptWeichen Maschine und Taschenrechner ab, rechne mit der Tabelle noch einmal von Hand. Liegt der Fehler in der Kachel, sag der KI: „Die Kachel [Name] rechnet falsch. Bitte dashboard.html korrigieren und danach pruefung.py ausführen.“ Liegt er im Skript, lass nur pruefung.py korrigieren.
Absichtlich einen Fehler einbauen
Warum?Ein Prüflauf, der nie NICHT BESTANDEN meldet, beweist nichts. Erst wenn er einen Fehler findet, den du kennst, kannst du ihm trauen. Wichtig: Das Prüfskript bleibt dabei unverändert. Sonst passt die KI womöglich den Test an den Fehler an.
Tu dasWähle einen Fehler. Er erscheint im Auftrag. Schick ihn in derselben Sitzung ab. Die KI legt eine Sicherungskopie an, baut den Fehler ein, startet den Prüflauf, stellt das Dashboard wieder her und startet ihn noch einmal.
Beispiel: Der Schalter zeigt 0 statt „Nicht verfügbar“.
Wir testen jetzt den Prüflauf selbst. Lege zuerst eine Sicherungskopie von dashboard.html als dashboard-sicherung.html an. Baue dann in dashboard.html absichtlich genau diesen einen Fehler ein: [gewählter Fehler]. Ändere pruefung.py nicht. Führe pruefung.py aus und zeig mir das Ergebnis. Stelle danach dashboard.html aus der Sicherungskopie wieder her, führe pruefung.py noch einmal aus und bestätige mir, dass wieder alles bestanden ist.
Beispiel (Probelauf mit Claude Code): Gefunden, 7 von 9 bestanden. NICHT BESTANDEN war der Schritt zum Schalter und mein eigener Schritt, der denselben Schalter benutzt.
Ohne KI baust du den Fehler in die Aufzeichnung statt ins Dashboard. Lösche in deiner Aufzeichnung aus Etappe 4 den Klick auf den Schalter („Remove step“, deutsch „Schritt entfernen“), lade das Dashboard neu und klicke „Replay“ („Noch einmal wiedergeben“). Jetzt erscheint „Nicht verfügbar“ nie. Im Probelauf wurde der Prüfschritt nach dem Zeitlimit von 5000 Millisekunden rot: „waitForElement timed out. The element(s) could not be found.“ Genau so soll es sein. Danach nimmst du die Aufzeichnung neu auf.
Daran erkennst du ErfolgDer Prüfschritt, der zu deinem Fehler gehört, meldet NICHT BESTANDEN. Schritte, die dieselbe Stelle benutzen, dürfen mit scheitern. Nach dem Zurücksetzen ist alles wieder bestanden.
Wenn es nicht klapptBleibt alles bestanden, fehlt ein passender Prüfschritt. Beim Rechenfehler ist das ohne den Nachrechen-Schritt aus Etappe 5 so zu erwarten. Schreib: „Der Prüflauf hat den Fehler nicht gefunden. Ergänze in pruefung.py einen Prüfschritt, der genau das erkennt.“ Bricht der Lauf beim Fehler mit einer englischen Meldung ab, statt Zeilen auszugeben, hat er ihn trotzdem gefunden. So war es im Probelauf mit einer früheren Fassung des Auftrags aus Etappe 4. Schreib danach: „Ändere pruefung.py so, dass ein gescheiterter Schritt als NICHT BESTANDEN erscheint und die übrigen Schritte trotzdem geprüft werden.“ Ging das Zurücksetzen schief, benenne dashboard-sicherung.html im Ordner selbst in dashboard.html um.
Regeln für Prüfläufe festlegen
Warum?Ein Prüflauf sieht alles, was auf der Seite steht. Das landet in Fotos, Aufzeichnungen und bei der KI. Mit Beispieldaten ist das unkritisch, mit echten Daten nicht.
Playwright rät selbst: „Only test what you control.“ Prüfe dein Dashboard oder Microsofts Übungsseite demo.playwright.dev/todomvc. Manche Anbieter verbieten Bots ausdrücklich in ihren Nutzungsbedingungen, LinkedIn zum Beispiel. Sicherheitsabfragen gegen Bots (CAPTCHAs) umgehst du nicht.
Speichert ein Prüflauf eine Anmeldung, kann die Datei laut Playwright Daten enthalten, mit denen sich jemand als du ausgeben kann. Es gilt die Schlüssel-Regel aus Etappe 7 von Teil 1.
Bildschirmfotos zeigen alles, was auf der Seite stand. Playwrights Aufzeichnungen („Traces“) enthalten zusätzlich Seiteninhalte und Netzwerkanfragen. Bei echten Daten nach dem Ansehen löschen.
Liest eine KI eine fremde Seite, kann dort versteckter Text Anweisungen an die KI enthalten (Prompt Injection). Das BSI warnt davor, etwa vor Text mit Schriftgröße null. Microsoft schreibt: Playwright MCP „is not a security boundary“, also kein Schutzwall. Lass dir vor jeder Aktion zeigen, was die KI tun will.
Tu dasLass dir zeigen, welche Dateien der Prüflauf angelegt hat. Entscheide selbst, was du behältst. Schreib dann deine drei Regeln für Prüfläufe in deinem Betrieb auf.
Welche Dateien hat der Prüflauf in diesem Ordner angelegt oder geändert? Welche davon würden vertrauliche Inhalte zeigen, wenn im Dashboard echte Zahlen stünden? Lösche nichts, zeig mir nur die Liste mit je einem Satz.
Beispiel: pruefung.py (nur Prüfschritte), pruefung-390.png (zeigt alle Zahlen), dashboard-sicherung.html (Kopie mit allen Zahlen). Mit echten Daten wären Foto und Kopie heikel.
Beispiel: 1. Nur eigene Seiten und Übungsseiten. 2. Prüfläufe nur mit Beispieldaten oder Testkonten, nie mit meinem Passwort. 3. Fotos mit echten Zahlen lösche ich nach dem Ansehen.
Die Regeln gelten genauso für den Recorder in Chrome oder Edge: nur eigene Seiten aufzeichnen und keine echten Passwörter eintippen, während er läuft. Im Probelauf stand in der Aufzeichnung außerdem der volle Pfad zur Datei samt Windows-Benutzername (Schritt „Navigate“, deutsch „Navigieren“, sichtbar über „Show code“, deutsch „Code anzeigen“). Sieh dir das an, bevor du eine Aufzeichnung weitergibst.
Daran erkennst du ErfolgDu weißt, welche Datei bei echten Daten heikel wäre, und deine Regeln sagen, was geprüft werden darf, womit und was danach gelöscht wird.
Wenn es nicht klapptFragt die KI nach einem echten Passwort oder einer Anmeldung, gib nichts ein. Schreib: „Ich gebe dir keine echten Zugangsdaten. Prüfe nur dashboard.html.“
Eine Prüfroutine für den Betrieb
Warum?Ein Prüflauf lohnt sich, wenn er regelmäßig läuft: nach jeder Änderung am Dashboard und vor jeder Weitergabe. Dafür muss er im Ordner liegen und jemand muss das Ergebnis lesen.
Tu dasBehalte pruefung.py im Ordner mein-dashboard neben dashboard.html. Lass dir einen kurzen Merkzettel schreiben. Lege dann fest: Wann läuft die Prüfung, wer startet sie, wer liest das Ergebnis, was passiert bei NICHT BESTANDEN?
Schreibe mir eine kurze Datei PRUEFEN.txt in diesen Ordner: mit welchem Befehl ich pruefung.py starte, was BESTANDEN und NICHT BESTANDEN bedeuten und was ich bei NICHT BESTANDEN tue. Höchstens zehn Zeilen, einfache Worte. Ändere sonst nichts.
Beispiel: Nach jeder Änderung durch die KI und vor jedem Versand starte ich pruefung.py. Das Ergebnis lese ich selbst, das Foto schaut meine Kollegin an. Bei NICHT BESTANDEN geht nichts raus, bis der Fehler behoben ist.
Speichere deine Aufzeichnung als Datei: im Recorder über das Export-Symbol (deutsch „Aufnahme exportieren“), Format „JSON“, im Ordner mein-dashboard. Beim nächsten Mal lädst du sie über „Import recording“ („Aufzeichnung importieren“), lädst das Dashboard neu und klickst „Replay“ („Noch einmal wiedergeben“). Steht darin wieder ein Schritt „Navigate“ („Navigieren“), entferne ihn vorher. Was der Recorder nicht prüft, gehst du mit deiner Prüfliste aus Etappe 2 von Hand durch.
Daran erkennst du ErfolgDeine Routine nennt einen Anlass, eine Person, die startet, eine Person, die liest, und eine klare Folge bei NICHT BESTANDEN.
Wenn es nicht klapptFang klein an: einmal vor jeder Weitergabe. Weißt du nicht mehr, wie man startet, öffne PRUEFEN.txt oder frag die KI im Ordner: „Starte bitte pruefung.py und zeig mir das Ergebnis.“
Deinen Lernstand freiwillig teilen
Deine Eingaben bleiben als Zwischensicherung nur in diesem Browser auf diesem Gerät. Das ist getrennt vom Senden. Beim freiwilligen Senden gehen deine Antworten aus den acht Etappen sowie ein optionaler Name und eine optionale Firma über den Formulardienst Web3Forms an die Kursleitung. Du willst nichts senden? Speichere das Blatt als PDF, das ist gleichwertig.
Datenschutzhinweis. Verantwortlicher: Daniel Wagmann, danielwagmann@amzmanager.de. Zweck: Auswertung des Lernfortschritts im KI-Kurs. Daten: deine Antworten, optional Name und Firma, ein Zeitstempel. Übermittlung: über den Formulardienst Web3Forms an die Kursleitung, erst nach deiner Einwilligung. Rechte: Auskunft, Berichtigung, Löschung und Widerruf jederzeit per E-Mail.
Quellen, abgerufen am 14.10.2026
- Playwright: Systemvoraussetzungen, Python, Browser, Speicherplatz, Ablageort, Firmen-Richtlinien, „Only test what you control“, feste Wartezeiten „Discouraged“, gespeicherte Anmeldungen, Aufzeichnungen, MCP und Node.js
- PyPI, Playwright für Python (verlangt Python ab 3.10), Pull Request 37166 zu Windows 10, Microsoft, Lebenszyklus Windows 10, Python unter Windows, Python auf dem Mac (Installer braucht Administratorrechte)
- Microsoft, Playwright MCP (Befehle für Claude Code und Codex, „not a security boundary“)
- Preise: Claude, ChatGPT, Codex
- Regeln: LinkedIn, Nutzervereinbarung 8.2, Selenium zu CAPTCHAs, BSI-Warnung zu indirekter Prompt Injection
- Ausweichweg: Microsoft, Recorder in Edge (Öffnen, Schritte entfernen, „Wait for element“, Export als JSON und Import), Google, Recorder in Chrome, Google, Lighthouse; Quelltext der Entwicklerwerkzeuge: Recorder spielt nur http, https, data und about:blank ab, Lighthouse-Navigationsmodus nur für HTTP und HTTPS, deutsche Begriffe der Entwicklerwerkzeuge; eigener Test am 14.10.2026 mit Chrome 155.0.8059.40 und Edge 155.0.4283.45
- Eigener Probelauf am 14.10.2026: Beispiel-Dashboard „Social-Media-Wochenblick“ mit erfundenen Zahlen, Prüfskript mit Playwright 1.61.0 für Python unter Windows 11; fünf absichtlich eingebaute Fehler: vier meldete der Prüflauf aus Etappe 4, den Rechenfehler erst der Nachrechen-Schritt aus Etappe 5