# Das Datenpaket: echte Zahlen eines echten Amazon-Händlers

Diese vier Tabellen sind **keine Übungsdaten**. Es sind die Verkaufs- und
Werbezahlen der Firma **Ebrom** aus dem Werkzeug, mit dem wir jeden Monat ihren
Bericht bauen. Ebrom hat der Nutzung im Kurs zugestimmt.

**Was damit erlaubt ist:** damit im Kurs arbeiten, rechnen, auswerten, in eine
KI laden, Ergebnisse im eigenen Portfolio zeigen.
**Was nicht:** die Tabellen weitergeben, veröffentlichen oder für Werbung,
Wettbewerbsvergleiche oder Angebote an Dritte verwenden.

Ebrom verkauft Kabel auf Amazon, meist als Meterware: Batteriekabel, Erdkabel,
Mantelleitung, Aderleitung. Rund 2.000 Artikel sind im Sortiment, der Umsatz
liegt je Monat zwischen 266.000 und 452.000 Euro.

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## Die vier Dateien

Alle Dateien sind **UTF-8**, das Trennzeichen ist ein **Semikolon**, das
Dezimalzeichen ein **Komma** (deutsche Schreibweise). Beträge in Euro.

### 1. `ebrom_monate.csv` — 18 Monate Geschichte

Februar 2025 bis Juli 2026, eine Zeile je Monat.

| Spalte | Bedeutung |
|---|---|
| `monat` | Jahr und Monat, z. B. `2026-07` |
| `umsatz` | Verkaufserlöse des Monats |
| `einheiten` | verkaufte Stück |
| `rohertrag` | die Rohertragszahl des Auswertungsdienstes — **Achtung, siehe Punkt 5** |
| `werbekosten` | Ausgaben für Amazon-Werbung |
| `erstattungen` | zurückgezahltes Geld für Retouren |
| `gebuehren` | Amazon-Gebühren, so wie der Dienst sie in einer Spalte ausweist |

Das ist die Tabelle, die es ohne eigenes Gedächtnis nicht gäbe: Der
Auswertungsdienst reicht nur begrenzt zurück, Amazon vergisst Werbedaten nach
95 Tagen. Diese 18 Monate stehen in der eigenen Datenbank des Werkzeugs.

### 2. `ebrom_tage_august2026.csv` — ein Monat, Tag für Tag

31 Zeilen für den August 2026.

| Spalte | Bedeutung |
|---|---|
| `datum` | der Tag |
| `umsatz` | Umsatz des Tages |
| `umsatz_organisch` | Umsatz ohne Werbung |
| `umsatz_ppc` | Umsatz, der Werbung zugerechnet wurde |
| `einheiten`, `einheiten_ppc` | Stück gesamt, davon über Werbung |
| `bestellungen` | Anzahl Bestellungen |
| `rohertrag`, `werbekosten` | wie oben, je Tag |

### 3. `ebrom_produkte_august2026.csv` — die 40 größten Produkte

Die 40 umsatzstärksten Artikel des August 2026, von rund 2.000 im Sortiment.
Eine Zeile je Produkt, zusammengerechnet über den ganzen Monat.

| Spalte | Bedeutung |
|---|---|
| `asin` | Amazons Artikelnummer |
| `produkt` | Artikelbezeichnung, auf 80 Zeichen gekürzt |
| `umsatz`, `umsatz_organisch` | Umsatz gesamt und ohne Werbung |
| `einheiten` | verkaufte Stück |
| `rohertrag` | Rohertrag des Produkts |
| `werbekosten` | Werbeausgaben für dieses Produkt |
| `erstattete_einheiten` | zurückgegebene Stück |

### 4. `ebrom_kampagnen_august2026.csv` — 1.051 Werbekampagnen

Ein echter Amazon-Werbebericht für den August 2026, auf die brauchbaren Spalten
gekürzt — und bewusst der **unvollständige** von zwei vorhandenen (siehe Punkt 3). Zehn Kampagnen ohne jede Einblendung und ohne Ausgaben sind
weggelassen.

| Spalte | Bedeutung |
|---|---|
| `portfolio` | Gruppe, in der die Kampagne liegt — der Name enthält oft das **Ziel-ACoS** |
| `kampagnentyp` | Anzeigenart (hier durchgehend Sponsored Products) |
| `kampagne` | Name der Kampagne |
| `status` | aktiv oder pausiert |
| `impressionen` | wie oft die Anzeige erschien |
| `klicks` | wie oft geklickt wurde |
| `ausgaben` | was die Kampagne gekostet hat |
| `umsatz_7_tage` | Umsatz, den Amazon dieser Kampagne **innerhalb von 7 Tagen nach dem Klick** zurechnet |
| `bestellungen_7_tage` | Bestellungen im selben Zeitfenster |

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## Fünf Dinge, die du wissen musst, bevor du rechnest

**1. Die Monatsreihe endet im Juli 2026, nicht im August.**
Die 18 Monate kommen aus dem Produktbericht des Auswertungsdienstes. Die
August-Zahlen in den anderen Dateien kommen aus einem anderen Bericht desselben
Dienstes, der Tag und Produkt zusammenführt. Häng den August nicht einfach an
die Reihe an: Du vergleichst dann zwei Berichtsarten und weißt nicht mehr,
welcher Unterschied vom Geschäft kommt und welcher von der Quelle.

**2. Zwei Berichte derselben Quelle sind nicht auf den Cent gleich.**
Für den August 2026 nennt der Tagesbericht 515.665,53 Euro Umsatz, der
vollständige Produktbericht 515.760,90 Euro. 95 Euro Unterschied bei einer
halben Million, also 0,02 Prozent. Für ein Urteil belanglos, für eine
Summenprüfung wichtig: Wer auf den Cent gleiche Werte erwartet, sucht einen
Fehler, den es nicht gibt.

Nachrechnen kannst du das mit diesen Dateien **nicht**: Der vollständige
Produktbericht mit rund 2.000 Artikeln liegt nicht im Datenpaket. In
`ebrom_produkte_august2026.csv` stehen nur die 40 größten Produkte, und die
summieren sich auf 323.388,95 Euro. Das ist kein Widerspruch, sondern ein
Ausschnitt.

Was du dagegen nachrechnen kannst, und was ein gutes Prüfmittel ist:
In der Tagesdatei ergibt `umsatz_organisch` plus `umsatz_ppc` an allen 31 Tagen
auf den Cent den `umsatz`. Kommt bei dir etwas anderes heraus, liegt es am
Import, nicht an den Daten.

**3. Die Kampagnendatei ist ein Teilabruf — und das ist Absicht.**
Alle 1.051 Zeilen sind Sponsored Products, also Anzeigen an Produkten.
Markenanzeigen und Bildanzeigen fehlen. Deshalb sind die Ausgaben in dieser
Datei (21.650,60 Euro) um 20 Prozent niedriger als die Werbekosten, die der
Auswertungsdienst für denselben August nennt (27.282,98 Euro).

Wichtig: Diese Lücke ist **kein** Merkmal von Amazon-Exporten überhaupt. Für
denselben Monat existiert ein zweiter Abruf mit **1.312 Zeilen und 26.419,23
Euro** — 251 Kampagnen mehr und nur noch 3 Prozent unter dem
Auswertungsdienst. Dass darin auch die anderen Anzeigenarten stecken, sieht man
an seinen Spalten: Er führt Kennzahlen, die es nur bei Bildanzeigen gibt
(Einblendungspreis, Anzeigen bei IMDb, „Halo"-Verkäufe). Die
Datei in eurem Paket ist also unvollständig, und genau deshalb liegt sie
darin: An ihr lässt sich üben, wie man eine unvollständige Quelle erkennt,
nämlich durch Vergleich mit einer zweiten. Im Betrieb ist derselbe Fall im
Juli 2026 aufgetreten und hätte fast den Bericht verdorben; heute wählt das
Programm die Datei, deren Kostensumme dem Auswertungsdienst am nächsten
liegt, und warnt bei mehr als 15 Prozent Abweichung.

Und es gibt eine **dritte** Zahl: Die Spalte `werbekosten` in der Produktdatei
summiert sich auf 17.748,36 Euro. Auch das ist richtig — es sind die
Werbekosten der 40 größten von rund 2.000 Artikeln, nicht die des ganzen
Kontos. Drei Dateien, drei Zahlen für „Was hat Werbung im August gekostet?",
und jede stimmt für den Ausschnitt, den sie beschreibt. Genau deshalb gehört
zu jeder Zahl die Angabe, aus welcher Datei und welchem Umfang sie kommt.

**4. „Werbeumsatz" bedeutet in den zwei Quellen nicht dasselbe.**
Die Kampagnendatei zählt Umsatz, der einem Klick innerhalb von 7 Tagen
folgte — auch von anderen Artikeln. Der Tagesbericht des Auswertungsdienstes
rechnet anders zu. Für den August 2026 stehen deshalb 196.794,81 Euro gegen
42.102,90 Euro. Beide Zahlen sind richtig gemessen, aber sie messen nicht
dasselbe.

Daraus folgen für denselben Monat vier verschiedene Werbekostenquoten. Drei
davon rechnest du im Arbeitsblatt selbst nach (11,0 %, 51,4 % und den TACoS
von 5,29 %); die 64,8 % aus dem Tagesbericht stehen hier nur zum Vergleich:

| Rechnung | Ergebnis | Taugt sie? |
|---|---|---|
| Ausgaben ÷ Werbeumsatz, beides aus der Kampagnendatei | **11,0 %** | ja, eine Quelle |
| Werbekosten ÷ Werbeumsatz, beides aus dem Tagesbericht | **64,8 %** | eine Quelle, aber andere Zuordnung |
| Ausgaben (Amazon) ÷ Werbeumsatz (Tagesbericht) | **51,4 %** | nein, beschreibt nichts |
| Werbekosten ÷ **Gesamtumsatz**, beides aus dem Tagesbericht (TACoS) | **5,29 %** | ja, und für „was frisst Werbung?" die richtige Frage |

Im Bericht steht heute der Wert aus der Amazon-Quelle, mit einem Vorbehalt
dazu. Die 51,4 Prozent sind das Lehrstück: Zwei richtige Zahlen, ein sinnloses
Ergebnis.

**5. Der Rohertrag ist nicht das, wonach er aussieht.**
Zwei Dinge musst du wissen, bevor du eine Marge daraus liest.

*Erstens:* Für Ebrom sind im Auswertungsdienst **keine Einkaufspreise
hinterlegt** — bei keinem einzigen Produkt. Der Rohertrag ist deshalb **vor
Wareneinsatz** gerechnet: Er zeigt, was nach Gebühren und Werbung übrig
bleibt, noch ohne die Kosten der Ware. Die Quote, die du gleich ausrechnen wirst
— je Produkt zwischen 52,5 und 70,5 Prozent, über die 40 Produkte zusammen
61,1 Prozent — ist also **keine Gewinnmarge**. Der tatsächliche Gewinn liegt darunter,
und wie weit, steht in diesen Daten nicht. Die Agentur hat das am 07.09.2026
selbst zurückgemeldet, und im Kundenbericht steht seitdem ein Satz dazu.

*Zweitens:* Rechne nach. `umsatz` minus `gebuehren` minus `werbekosten` minus
`erstattungen` ergibt **nicht** den `rohertrag`. Es fehlen in jedem der 18
Monate etwa 16,2 Prozent des Umsatzes — so gleichmäßig, dass es kein Zufall
ist, sondern eine Kostenart, die dieser Export nicht in einer eigenen Spalte
ausweist. Die Zahl ist nicht falsch, sie ist nur nicht zerlegbar.

Das ist keine Panne im Datensatz, sondern der Normalfall: Du bekommst eine
Kennzahl, die richtig gemessen ist, und musst herausfinden, was sie enthält,
bevor du ein Urteil darauf baust.

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## Wie die Dateien entstanden sind

Aus der Datenbank des Reporting-Werkzeugs (nur lesend) und aus dem
Werbebericht, den das Werkzeug bei Amazon bestellt hat. Kein Wert ist
verändert, gerundet oder erfunden. Weggelassen wurden Lagerbestände,
Kampagnenbudgets, Gebote und alles, was zum Rechnen nicht gebraucht wird.
Einkaufspreise fehlen nicht, weil wir sie entfernt hätten — es gibt sie in
dieser Quelle nicht (siehe Punkt 5).

Stand: 22.09.2026.
