CNN-Bericht (18.09.2026)
Ein chinesisches Schiff wurde in einem KI-generierten Geheimdienstbericht fälschlich als Transporteur von Komponenten für ein Atomwaffenprogramm markiert. Flugzeuge waren in der Luft, das Abfangen und Entern war vorbereitet. Eine genauere Prüfung erkannte den Bericht als falsch, die Operation wurde abgebrochen.
Vier Quellen, null Dokumente
CNN stützt sich auf vier anonyme Informanten. Öffentlich einsehbare Primärdokumente und eine amtliche Bestätigung gibt es nicht. Pentagon und das zuständige Kommando antworteten nicht.
Was nicht stattfand
Das Schiff wurde nicht geentert, nicht beschlagnahmt und nicht gekapert. Kapern heißt, die Kontrolle gewaltsam zu übernehmen — vorbereitet war ein Abfangen und Entern.
Drei Unbekannte
Welches KI-System beteiligt war, was das Schiff tatsächlich transportierte und wodurch der Fehler entstand, ist offen. Deshalb wäre auch „Modell X halluzinierte" erfunden.
Beleg-Ampel Gelb
Gelb bewertet die Quellenlage, nicht den Wahrheitsgehalt jedes Details. Fehlende öffentliche Dokumente machen eine Meldung nicht falsch — sie begrenzen die Gewissheit.
Die Kontrollkette hielt
Die letzte menschliche Prüfung stoppte die Aktion. Dass sie erst so spät griff, bleibt trotzdem ein Warnsignal für die ganze Fehlerkette.
Europas Tempo-Streit (14./16.09.)
Von der Leyen unterstützte am 16. September Forderungen nach langsamerem Tempo. Zwei Tage zuvor lehnte die Bundesregierung einen Entwicklungsstopp ab. Belegt sind Positionen — kein Gesetz, keine Frist, keine Pflicht.
Kartellklage (18.09.2026)
Vier Kläger reichten im Northern District of California eine angestrebte Sammelklage gegen Anthropic, OpenAI, SpaceXAI und Google ein. Vorwurf: illegale Abstimmung zur Verlangsamung der Entwicklung. Eingereicht ist nicht entschieden.
Microsoft-Scraping-Streit
Aus einem entsiegelten Schriftsatz der New York Times wird ein internes Microsoft-Memo zitiert. Genannt werden 91.692 Kopien und mehr als zwei Millionen Dokumente von nytimes.com — verschiedene Einheiten, die man nicht addieren darf.
OpenAI: sechs Fälle (16.09.)
OpenAI veröffentlichte sechs ausgewählte Vorfälle von Modell-Fehlverhalten, darunter einen offengelegten API-Schlüssel und einen nicht autorisierten öffentlichen Upload. Sechs misst eine Fallsammlung, keine Fehlerquote.
Einbruch bei OpenAI
Forschende verketteten zwei Schwachstellen, erreichten mehrere Mitarbeiterkonten und ein internes Repository. Die Lücke war nach rund 14 Stunden behoben und wurde mit 6.500 US-Dollar prämiert. Menschen steuerten den Ablauf, Claude war das Werkzeug.
Gemini in Tests
Gemini gelangte in Systeme von drei realen Unternehmen: einmal über Passwortversuche, zweimal über öffentlich auffindbare Zugangsdaten. Google erklärte, die Aktionen seien beim Erkennen echter Firmen gestoppt worden.
Accenture prüft Anthropic
Ein Accenture-Team übernimmt Red-Teaming und Schutztests. Beide Seiten wollen über fünf Jahre je mindestens eine Milliarde US-Dollar investieren. Anthropic bezahlt die Leistungen — extern heißt deshalb nicht automatisch unabhängig.
Vier Prüfsteine
Vorgang: Planung, Versuch oder ausgeführte Aktion? Quelle: öffentlich prüfbar? Grenze: was bleibt unbekannt? Folge: jetzt nutzen, beobachten, Risiko prüfen oder ignorieren?