Was mit wenig Sprache gelingt
Ein Modell mit 100 Millionen Wörtern erreichte 0,74 im Gesamtwert und lag über einem Llama 2 mit zwei Billionen Token (0,71). Bei Grammatik fehlten später nur noch 2,5 Punkte zum Menschenwert.
Was nicht gelingt
Weltwissen. Bei 100 Millionen Wörtern liegen die Modelle nahe Zufallsniveau — bestes Ergebnis 58,4 % bei 50 % Ratechance. Sparsam heißt gut in Sprache, nicht gut in Sachwissen.
Die unbequeme Runde
2025 schlug im Hauptbewerb kein einziges eingereichtes Modell die Vergleichsmodelle der Veranstalter. Nur im Wettbewerb mit dem kleinsten Budget gab es einen Sieg.
Der naheliegende Ansatz scheiterte
„Trainier es wie ein Kind — das Einfache zuerst.“ Häufigster Einreichungstyp, 13 von 31 Teams. Im Ergebnisbericht steht: weitgehend erfolglos.
Was im sparsamen Korpus steckt
Untertitel 31 %, einfache Enzyklopädietexte 15 %, Unterrichtsmitschriften 11 %, Bücher 10 %, Enzyklopädie 10 % — und nur 5 % echte Kindersprache. Der Menge nach kindlich, dem Inhalt nach nicht.
Die Biene und ihre Million
Die einzige Originalzählung stammt von 1967: 851.458 Zellen ± 15 % bei der Arbeiterin, Gliazellen eingerechnet. Die Drohne hat 1,21 Millionen. Eine zweite Messung gibt es nicht.
Wie die Zahl gewandert ist
Zwei viel zitierte Quellen nennen 950.000 und „etwa eine Million“ — beide geben dieselbe Zählung weiter, in Abstracts, ohne Fehlerbalken. Die Zahl wuchs um 15 % und verlor ihre Unsicherheit.
„Bienen verstehen die Null"
Die Autoren definieren selbst vier Stufen; gemessen ist Stufe 3. Im entscheidenden Konflikttest lagen die Bienen bei 56,2 % — nicht signifikant über Zufall.
„Bienen rechnen"
Ausschließlich plus oder minus eins, im Bereich 1 bis 5, nach 100 Trainingsdurchgängen, mit 63 bis 72 % Treffern bei 50 % Ratechance. 14 Tiere.
„Bienen erkennen Gesichter"
Fünf Bienen unterschieden Fotografien als Muster. Die Autoren schreiben selbst, der Mechanismus lasse sich nicht bestimmen — und es gibt einen veröffentlichten Widerspruch.
Wenn Fachleute sich widersprechen
Der bekannteste Bienenforscher ist nicht Autor der Null-Studie und vertritt die Gegenposition: Im Modell genügen vier künstliche Neuronen, um Anzahlen zu schätzen.
Der Artenvergleich hinkt
Fliege: ein einzelnes weibliches Tier. Biene: Zellkernzählung von 1967. Mensch: vier männliche Gehirne. Drei Verfahren, drei Definitionen von „Neuron". Als Größenordnung brauchbar, als Gegenüberstellung nicht.
Bienenhirne in echten Maschinen
Ein britisches Unternehmen hat das Insektenhirn nachgebaut. Es steuert Drohnen, Bergbaufahrzeuge, Lagerroboter und einen Mars-Rover — lokal, in Echtzeit, ohne Cloud, mit einem Bruchteil eines Watts.
Chips nach dem Vorbild des Gehirns
Intel Loihi 2, BrainChip Akida, SpiNNaker mit bis zu einer Million Kernen. Bausteine werden nur aktiv, wenn es etwas zu melden gibt — berichtet werden bis zu tausendfache Energieeinsparungen. Die Zahlen stammen überwiegend von den Herstellern.