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Dieses Blatt kommt nach dem Vortrag. Es setzt das Begriffsmodul „Grundbegriffe 3D" voraus — die Wörter Mesh, Rendern und die Dateiformate solltest du einordnen können.
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Du brauchst nur einen Browser. Alle Seiten, die du aufrufen sollst, sind ohne Konto einsehbar. Kein Programm muss installiert werden, kein Werkzeug ausprobiert.
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Kein Technikwissen nötig, keine 3D-Erfahrung. Es geht ums Nachschlagen, Einordnen und Rechnen — nicht ums Modellieren.
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Nichts wird bewertet. Der Kursleiter sieht an den Antworten, welche Begriffe im Termin noch einmal auftauchen müssen.
📖 Die Übersicht zum Nachschlagen alles, was du für dieses Blatt brauchst
WerkzeugWofürDarfst du damit Geld verdienen?
Blender3D gestalten, Produktbilder, AnimationJa, ohne Einschränkung (GPL). Bei Erweiterungen zählt nicht der Kaufpreis, sondern der Dienst dahinter — siehe Kasten unten
FreeCADmaßgenau konstruieren für die FertigungJa, ohne Einschränkung (LGPL 2.1)
Unity Personalbegehbare Szenen, EchtzeitJa, bis 200.000 US-Dollar
Unreal Enginebegehbare Szenen, VisualisierungJa unter 1 Mio. USD. Darüber: 5 % nur für Spiele, sonst 1.850 USD je Arbeitsplatz und Jahr
Meshyaus Text ein 3D-ModellJa, mit Namensnennung (CC BY 4.0)
Polycammit dem Handy scannenJa, mit Namensnennung
Tripoaus Text ein 3D-ModellNein — Gratis-Stufe ist Non-Commercial
MarbleRäume aus Bildern erzeugenNein — Ergebnisse gehören dem Anbieter, nur privat
Scaniversemit dem Handy scannenNein — gewerblich nicht gedeckt
AtlasWeltmodell, Räume aus VideoKein Zugang — nur ausgewählte Partner
Hunyuan3Daus Text ein 3D-ModellNicht in der EU — Lizenzgebiet nimmt sie aus
TRELLIS, Stable Fast 3Daus Text ein 3D-Modell, lokalfrei, aber eigene Grafikkarte nötig

Die beiden Ebenen jedes Anbieters: Für den Alltag gibt es das Chatfenster — ChatGPT bei OpenAI, Claude bei Anthropic. Daneben steht ein Entwicklerwerkzeug, das auf deinem Rechner läuft und dort Programme bedienen kann: Codex und Claude Code. Die meisten 3D-Vorführungen laufen über die zweite Ebene.

🧩 Blender-Erweiterungen: worauf es wirklich ankommt

Bei einer gekauften Erweiterung denkt man zuerst an Nutzungsbedingungen für den Kaufpreis. Bei Blender liegt es anders herum. Die Stiftung schreibt: Wer eine Erweiterung veröffentlicht, muss sie unter einer GPL-verträglichen Lizenz herausgeben — „You are free to sell such scripts … Your customers will receive the script under the same license (GPL)". Du bezahlst also für den Bezug, nicht für ein Weitergabeverbot. Der Programmcode kann dir nicht verbieten, deine damit erzeugten Bilder zu verkaufen.

Die Einschränkung sitzt woanders — im Dienst dahinter. Ein KI-Add-on rechnet fast nie auf deinem Rechner, es schickt deine Daten an einen Server. Was dort läuft, erfasst die GPL nicht: Laut GPL-Handreichung der Free Software Foundation muss ein Anbieter, der ein Programm nur auf dem eigenen Server betreibt, seine Änderungen nicht offenlegen. Für dich heißt das: Nicht die Erweiterung prüfen, sondern den Dienst, den sie anspricht.

Daran erkennst du es sofort: Die offizielle Plattform extensions.blender.org verbietet in Regel 3.10 Erweiterungen, deren Funktion an „purchasing additional content, registration on external service, payments or keys" hängt. Ein KI-Add-on braucht fast immer genau das. Deshalb findest du dort kein einziges. Wer KI in Blender einbaut, verlässt also zwangsläufig den geprüften Bereich — und landet bei fremden Geschäftsbedingungen.

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Etappe 1 · ehrlich sein

Welches Werkzeug hat dich am meisten gereizt?

⏱ 5 Min

Im Vortrag kamen mehrere Werkzeuge vor: solche, die aus einem Satz ein Modell bauen, solche, die aus Handyfotos ein Modell rechnen, und solche, die ganze Räume erzeugen. Welches davon würdest du am ehesten ausprobieren wollen — und wofür?

Schreib dazu, was du dir davon erhoffst. Ein Satz genügt. Wenn du beim Vortrag nicht dabei warst, nimm die Übersichtstabelle unten als Auswahl.

✋ Ohne Bewertung
Es gibt keine falsche Antwort. Diese Etappe entscheidet nur, welches Werkzeug du in Etappe 2 prüfst — und ob dein Wunschwerkzeug überhaupt für dich in Frage kommt.
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Danach hast du ein konkretes Werkzeug statt eines allgemeinen Interesses — und arbeitest die nächsten Etappen daran ab.
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Etappe 2 · nachschlagen

Darfst du damit überhaupt Geld verdienen?

⏱ 15 Min

Jetzt die Frage, die im Vortrag alles entschieden hat. Geh auf die Seite deines Werkzeugs aus Etappe 1 und such die Angabe zur Lizenz im kostenlosen Zugang. Zwei Suchbegriffe führen fast immer hin: commercial und license. Am Rechner suchst du damit über Strg+F (Mac: Cmd+F), am Handy über das Browser-Menü → Auf der Seite suchen.

Falls dein Werkzeug keine Preisseite hat oder du nicht weiterkommst, nimm eines dieser drei:

  • meshy.ai/pricing — die Lizenz steht in der Karte des Gratis-Zugangs.
  • tripo3d.ai/pricing — ebenso, dort unter Free.
  • poly.cam/legal/terms-of-service — hier steht sie nicht auf der Preisseite, sondern erst in Abschnitt 5.2 der Nutzungsbedingungen. Stichwort: commercialize.

Alle drei sind ohne Konto einsehbar, aber englisch. Genau das ist der Punkt: Bei einem der drei steht die Angabe nicht dort, wo man sie sucht.

⚠️ Achtung, Stolperstelle
Die Angabe steht selten dort, wo man sie erwartet. Meist klein in der Karte des Gratis-Zugangs oder erst in den Nutzungsbedingungen. Ein Preis von null sagt nichts über die Erlaubnis — genau das ist der Punkt dieser Aufgabe.
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Danach weißt du, ob dein Wunschwerkzeug im Betrieb überhaupt einsetzbar ist — und hast die Prüfung einmal selbst gemacht statt sie zu glauben.
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Etappe 3 · einordnen

Drei Spalten, fünf Werkzeuge

⏱ 8 Min

Ordne diese fünf Werkzeuge den drei Spalten zu: Blender · Marble · Polycam · Hunyuan3D · Unreal Engine (für einen Betrieb mit 300.000 Euro Umsatz).

Die Spalten sind: (A) frei nutzbar, auch geschäftlich · (B) kostenlos, aber nicht geschäftlich · (C) für uns gar nicht nutzbar. Schreib zu jedem einen Halbsatz, warum.

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Danach kannst du ein neues Werkzeug in Sekunden einordnen, statt jedes Mal von vorn zu recherchieren.
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Etappe 4 · nachprüfen

Worüber lief die Vorführung eigentlich?

⏱ 12 Min

Such dir eine beeindruckende KI-Vorführung — ein Video, einen Beitrag, eine Ankündigung. Egal welches Thema, es muss nicht 3D sein.

Dann beantworte die eine Frage, die im Vortrag alles verändert hat: Worüber lief das? Über ein Chatfenster wie ChatGPT oder Claude, über ein Entwicklerwerkzeug wie Codex oder Claude Code, oder über einen Zugang, den es öffentlich gar nicht gibt? Und woran hast du das erkannt?

✋ Ergebnisoffen
Es kann sein, dass die Vorführung tatsächlich im normalen Chatfenster lief — das ist ein gültiges Ergebnis. Es kann auch sein, dass es gar nicht dabeisteht. Auch das ist ein Ergebnis, und ein aufschlussreiches.
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Danach fällst du auf den Abstand zwischen Vorführung und Verfügbarkeit nicht mehr herein — bei keinem Thema.
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Etappe 5 · rechnen

Dein erster Fall — und was er wirklich kostet

⏱ 12 Min

Nimm einen einzigen echten Fall aus deinem Betrieb. Häufig sind: ein Ersatzteil, das es nicht mehr zu kaufen gibt. Ein Produktbild, für das sich ein Fotoshooting nicht lohnt. Ein Raum oder Einbau, den ein Kunde vorab sehen soll.

Und dann rechne grob gegen: Was kostet dich der bisherige Weg — in Euro oder in Stunden? Was würde der neue Weg kosten, einschließlich der Zeit zum Einarbeiten? Schätzungen genügen, es geht um die Größenordnung.

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Danach hast du eine eigene Zahl statt einer fremden. Im Modul steht bewusst keine einzige Erfolgszahl, weil alle auffindbaren von Anbietern stammen.
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Etappe 6 · zurückmelden

Was fehlt in diesem Modul?

⏱ 5 Min

Welches Werkzeug oder welche Frage ist dir begegnet und kam hier nicht vor? Was war überflüssig? Und was war für deine Arbeit am nützlichsten?

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Fertig. Deine Rückmeldung entscheidet mit, wie die nächste Fassung dieses Moduls aussieht.
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Zum Schluss

Abschicken oder als PDF behalten

Trag deinen Namen ein und schick die sechs Etappen ab. Wenn du lieber offline arbeitest, nimm den PDF-Knopf ganz unten — dann bleibt alles bei dir.

🔒 Datenschutzhinweis

Verantwortlicher: Daniel Wagmann · danielwagmann@amzmanager.de

Zweck: Auswertung des Lernfortschritts im Rahmen des KI-Kurses.

Erhobene Daten: Name, optionale Firmenzugehörigkeit, deine Antworten, Datum.

Weitergabe: Ausschließlich an den Kursleiter. Technische Übermittlung über Web3Forms. Keine Weitergabe an Dritte.

Speicherung: Keine dauerhafte Speicherung auf dem Server. Keine Cookies.

Rechte: Auskunft, Berichtigung, Löschung und Widerruf jederzeit per E-Mail.

Bitte keine echten Personen-, Kunden-, Bestell-, Zahlungs- oder Zugangsdaten eintragen. Das gilt besonders für Etappe 5, in der es um einen Fall aus deinem Betrieb geht — beschreibe ihn allgemein, ohne Namen, Kundennummern oder Preise.

🔗 Wo dieses Blatt in der Reihe steht und wie es weitergeht
ReihenfolgeInhalt
DavorGrundbegriffe 3D — die Wörter: Mesh, Rendern, Dateiformate
Dieses BlattWas davon ein Betrieb heute wirklich benutzen darf
VerwandtClaude Code und Astra in der Praxis — die zweite Ebene neben dem Chatfenster

📅 Faktenstand: 9. September 2026

Die Lizenzangaben stammen von den Anbieterseiten selbst (blender.org, wiki.freecad.org, unity.com, unrealengine.com, meshy.ai, tripo3d.ai, poly.cam) sowie aus den Nutzungsbedingungen von World Labs. Alle am 8. und 9. September 2026 abgerufen.

Was zuerst veraltet: Lizenz- und Preisbedingungen der KI-Dienste ändern sich häufig. Sollte eine Anbieterseite etwas anderes sagen als dieses Blatt, gilt die Anbieterseite. Genau deshalb ist das Nachschlagen in Etappe 2 die Aufgabe und nicht das Auswendiglernen.

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