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Echte Daten · Auswertung · Praxis

Ein Monatsbericht, nachgerechnet an echten Zahlen

Du arbeitest mit den Verkaufs- und Werbezahlen des Amazon-Händlers Ebrom, den die Agentur AMZManager betreut. Du rechnest drei Kennzahlen selbst, lässt eine KI urteilen, prüfst dieses Urteil mit vier festen Fragen und findest zwei Befunde, die niemand von Hand findet.

ca. 90 Min.6 Etappenechte Kundenzahlen, mit ErlaubnisTabellenprogramm nötigVersand oder PDFDateien herunterladen ↓
Sichten
Rechnen
Urteilen lassen
Prüfen
Nicht die Empfehlung ist die Übung, sondern das Prüfen. Eine KI liefert auch dort ein Urteil, wo die Daten keines hergeben. In diesem Datensatz gibt es dafür mindestens zwei Stellen — du sollst sie finden.
Deine Dateien zum Herunterladen
Datenpaket herunterladen · ZIP, 28 KB

Eine ZIP-Datei ist ein gepackter Ordner. Unter Windows: Rechtsklick auf die Datei → Alle extrahieren. Am Mac: Doppelklick. Darin liegen die vier Tabellen und die LIESMICH. Am Handy oder für Google Tabellen kannst du jede Datei auch einzeln laden:

Öffnet sich am Handy statt des Downloads nur Text, halte den Link gedrückt und wähle Verknüpfte Datei laden (iPhone) beziehungsweise Link herunterladen (Android).

Alle Tabellen sind mit Semikolon getrennt, Dezimalzeichen ist das Komma. Ein Hinweis vorweg: Die Kampagnendatei ist absichtlich der unvollständige von zwei vorhandenen Abrufen des Monats. Warum das so ist und wie man es merkt, steht in der LIESMICH unter Punkt 3.

Was du brauchst

Die vier Ebrom-Dateien von oben, ein Tabellenprogramm und einen KI-Zugang. Nur Etappe 2 A geht mit dem Taschenrechner — die übrigen Rechnungen gehen über 1.051 Zeilen und brauchen Summen und Filter.

Kostet dich nichts

Excel, LibreOffice Calc und Google Tabellen tun es alle; die letzten zwei sind kostenlos. Etappe 2 und 5 gehen ganz ohne KI. Nimmt dein Gratiszugang keine Dateien an, kopiere die 40 Produktzeilen als Text in den Chat — 41 Zeilen passen in jedes Chatfenster. Du musst nichts kaufen.

Das sind echte Zahlen eines echten Betriebs

Ebrom hat der Nutzung im Kurs zugestimmt. Damit darfst du rechnen, auswerten und deine Ergebnisse als Arbeitsprobe zeigen. Nicht erlaubt: die Dateien weitergeben, veröffentlichen oder für Angebote an Dritte verwenden. Und rechne mit: Sobald du eine Tabelle in Claude oder ChatGPT hochlädst, verlässt sie deinen Rechner und liegt bei einem Anbieter, in der Regel in den USA. Für deine eigenen Kundendaten brauchst du vorher genau dieselbe Zustimmung, die hier vorliegt.
Bevor du die erste Datei öffnest
Öffne die CSV nicht per Doppelklick, sondern über Daten → Aus Text/CSV (Excel) beziehungsweise beim Öffnen im Importfenster (LibreOffice): Trennzeichen Semikolon, Gebietsschema Deutsch (Deutschland). In Google Tabellen öffnest du zuerst eine leere Tabelle und stellst unter Datei → Einstellungen → Land/Sprache auf Deutschland. Erst danach Datei → Importieren → Hochladen, Importort Aktuelles Blatt ersetzen, Trennzeichen Benutzerdefiniert mit einem Semikolon. Die Reihenfolge zählt, denn die Zahlen werden beim Importieren gelesen. Erkennungsmerkmal, dass es geklappt hat: Die Zahlen stehen rechts in der Zelle. Stehen sie links, hat dein Programm sie als Text gelesen — dann ergibt jede Summe null, und du suchst den Fehler in den Daten statt im Import.
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Etappe 1 · sichten

Finde heraus, welche Datei welche Frage beantwortet

Öffne alle vier Dateien und die LIESMICH. Bevor du rechnest, muss klar sein, woher jede Zahl kommt — das ist die erste der vier Prüffragen.

Ordne zu: Welche Datei beantwortet welche Frage?

Eine der vier Fragen lässt sich aus drei Dateien beantworten — mit drei verschiedenen Zahlen. Trag dort in der Tabelle alle drei Dateien ein und erklär im Feld unter der Tabelle, warum keine davon falsch ist. Nachlesen kannst du das in der LIESMICH unter Punkt 3.

FrageDatei, die sie beantwortet
Wie hat sich das Geschäft über anderthalb Jahre entwickelt?
An welchem Tag im August war der Umsatz am schwächsten?
Welches Produkt bringt den meisten Umsatz?
Wie viel hat Werbung im August 2026 gekostet?
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Danach steht fest: Zu jeder Frage kennst du die Datei, die Spalte und den Zeitraum — und du hast die eine Frage gefunden, auf die drei Dateien drei verschiedene richtige Zahlen liefern.
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Etappe 2 · rechnen

Rechne drei Werbekostenquoten für denselben Monat

Alle drei Rechnungen betreffen den August 2026 bei Ebrom. Zwei sind brauchbar, eine nicht. Rechne zuerst, urteile danach.

A · TACoS aus dem Tagesbericht

Summiere in ebrom_tage_august2026.csv die Spalte werbekosten und die Spalte umsatz. Teile das eine durch das andere. Das sind 31 Zeilen — die eine Aufgabe, die auch mit dem Taschenrechner geht. Gegenprobe für den Import: umsatz_organisch plus umsatz_ppc muss auf den Cent den umsatz ergeben. Tut es das nicht, stimmt nicht die Datei, sondern dein Import.

B · ACoS aus der Kampagnendatei

Summiere in ebrom_kampagnen_august2026.csv die Spalte ausgaben und die Spalte umsatz_7_tage. Teile das eine durch das andere.

C · Die Mischung

Jetzt absichtlich falsch: Summiere die ausgaben aus der Kampagnendatei und den umsatz_ppc aus dem Tagesbericht und teile das eine durch das andere.

Selbstkontrolle — erst nach dem Rechnen öffnen

A · TACoS: 27.282,98 ÷ 515.665,53 = 5,29 %

B · ACoS: 21.650,60 ÷ 196.794,81 = 11,00 %

C · Mischung: 21.650,60 ÷ 42.102,90 = 51,4 %

Wenn deine Summen um ein paar Euro abweichen, hast du vermutlich eine Zeile mehr oder weniger erfasst — das ist unerheblich. Weicht eine Quote um mehr als einen Prozentpunkt ab, hast du eine falsche Spalte genommen.

Die Selbstkontrolle mit den drei Ergebnissen steht nur in der Bildschirmfassung.

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Danach kannst du: Drei Ergebnisse auseinanderhalten, die dieselbe Frage zu beantworten scheinen — und begründen, welches trägt.
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Etappe 3 · urteilen lassen

Lass die KI je Produkt entscheiden

Jetzt kommt die Maschine dran. Der Prompt verlangt ausdrücklich, dass sie zu jeder Zahl Spalte und Zeitraum nennt — sonst kannst du nichts prüfen.

Prompt zum Kopieren
Ich gebe dir eine Tabelle mit den 40 größten Produkten eines Amazon-Händlers für August 2026 — als Datei oder unten als Text. Spalten: asin, produkt, umsatz, umsatz_organisch, einheiten, rohertrag, werbekosten, erstattete_einheiten. Trennzeichen Semikolon, Dezimalzeichen Komma. Gib mir je Produkt genau eine Empfehlung: ausbauen, beobachten, zurückfahren oder stoppen. Halte dich an vier Regeln: 1. Nenne zu jeder Zahl, aus welcher Spalte sie kommt. 2. Rechne jedes Verhältnis nur aus Spalten dieser einen Tabelle. 3. Schreibe zu jeder Empfehlung einen Satz, was dagegen spricht. 4. Nenne am Ende die drei Angaben, die dir fehlen, um sicherer zu urteilen. Erfinde keine Werte. Wenn eine Angabe fehlt, schreibe „fehlt“.
Bevor du hochlädst
Lies die Zeile oben im gelben Kasten noch einmal. Diese Tabelle enthält echte Umsätze eines Betriebs. Für diesen Kurs liegt die Zustimmung vor — für eigene Kundendaten musst du sie einholen, nicht annehmen.
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Danach hast du: Ein vollständiges Urteil über 40 Produkte in wenigen Minuten — und die Liste der Angaben, die die KI selbst als fehlend bezeichnet.
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Etappe 4 · prüfen

Nimm eine Empfehlung auseinander

Wähle eine einzige Empfehlung aus Etappe 3 — am besten eine, die dich überzeugt hat. Stelle ihr die vier Fragen und schreibe die Antworten auf.

Die vier Fragen, eine nach der anderen
FrageDeine Antwort
1. Aus welcher Spalte kommt die Zahl, und aus welchem Zeitraum?
2. Ist das Verhältnis aus einer Quelle gerechnet?
3. Was spricht gegen die Empfehlung, und steht das in den Daten?
4. Welche Angabe fehlt, die für dieses Urteil nötig wäre?
Eine Gegenprobe, die fast alle übersehen

Rechne für dein Produkt: rohertrag geteilt durch umsatz. Je Produkt liegt das zwischen 52,5 und 70,5 Prozent, über alle 40 zusammen bei 61,1 Prozent. Prüfe jetzt in der LIESMICH, was dieser Wert enthält — und was nicht. Notiere unten, wie sich deine Empfehlung dadurch ändert.

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Danach weißt du: Ob die Empfehlung trägt — und du hast die eine Angabe benannt, ohne die sie nur plausibel klingt.
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Etappe 5 · suchen

Finde zwei Befunde in 1.051 Kampagnen

Diese Etappe zeigt, wofür Automatisierung überhaupt gebaut wird: Beides findet man von Hand nicht, weil keine einzelne Zeile auffällt.

Befund 1 · Ziel gegen Ist

In der Spalte portfolio steht bei manchen Gruppen die Zielvorgabe im Namen — aber nicht immer gleich geschrieben: „Erdkabel - Acos 10%", „All Auto - 6%", „Batteriekabel Massekabel - Launch 20% Acos". Wer nur nach „Acos" sucht, findet nicht alle. Rechne für drei solche Portfolios die tatsächliche Quote aus: Summe ausgaben geteilt durch Summe umsatz_7_tage je Portfolio.

Befund 2 · Geld ohne Verkauf

Zähle die Kampagnen mit ausgaben größer als null und umsatz_7_tage gleich null. Wie viele sind es, und wie viel Geld ist das zusammen?

Selbstkontrolle — erst nach dem Zählen öffnen

Befund 1: Neun Portfolios tragen eine Zielvorgabe im Namen, und zwar in vier verschiedenen Schreibweisen — manche mit „Acos", manche nur mit einer Prozentzahl. Bei acht lässt sich eine Quote bilden: sieben liegen über ihrem Ziel, eines darunter. Beim neunten stehen 9,09 Euro Ausgaben und null Umsatz — da gibt es keine Quote. Ein einziger Wert zum Abgleichen deiner Rechenweise: „Erdkabel - Acos 10%" liegt bei 12,5 Prozent. Welche zwei weiteren du gerechnet hast und wo das eine darunter liegt, bleibt deine Arbeit.

Befund 2: 429 Kampagnen, zusammen 1.749,02 Euro. Das sind 8,1 Prozent der Ausgaben in dieser Datei (21.650,60 Euro) — und 6,4 Prozent der Werbekosten des Monats (27.282,98 Euro), in denen auch Marken- und Bildanzeigen stecken. Zwei richtige Zahlen für denselben Sachverhalt: Wer sie nennt, muss sagen, worauf er sie bezieht. Die größte Einzelkampagne darin hat 85,66 Euro gekostet, die Hälfte kostet 1,40 Euro oder weniger.

Kommst du auf 756 statt 429, hast du die Bedingung ausgaben größer als null weggelassen: 327 Kampagnen haben gar nichts gekostet. Kommst du auf deutlich weniger, prüfe, ob dein Programm die Spalte umsatz_7_tage als Zahl liest — als Text fällt „0,0" bei einem Filter auf null durch.

Die Selbstkontrolle zu beiden Befunden steht nur in der Bildschirmfassung.

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Danach hast du: Zwei Befunde selbst gefunden, die in keinem Einzelblick sichtbar sind — und benannt, was vor einer Entscheidung noch fehlt.
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Etappe 6 · übertragen

Ziehe die Linie zu deinem eigenen Bericht

Letzte Etappe, und die einzige, in der es um deinen Betrieb geht. Keine Technik, nur Reihenfolge und Verantwortung. Wenn du selbst keinen Bericht baust: Nimm eine Auswertung, die du regelmäßig bekommst oder liest — Kassenabschluss, Monatsübersicht, Stundenzettel. Die Fragen sind dieselben.

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Danach hast du: Eine Reihenfolge für den eigenen Betrieb — Regeln, dann Daten, dann Automatik — und eine Grenze, die nicht von der Technik abhängt.

Arbeitsblatt abschließen

Trage deinen Namen ein und sende deine Antworten oder speichere das Blatt lokal als PDF.

Datenschutzhinweis

Verantwortlicher: Daniel Wagmann · danielwagmann@amzmanager.de

Zweck: Auswertung des Lernfortschritts im KI-Kurs.

Daten: Name, optionale Firmenzugehörigkeit, Antworten und Zeitstempel.

Übermittlung: Technisch über Web3Forms an den Kursleiter.

Rechte: Auskunft, Berichtigung, Löschung und Widerruf jederzeit per E-Mail.

Bitte keine echten Personen-, Kunden- oder Zugangsdaten eintragen. Etappe 6 fragt nach deinem Betrieb — beschreibe Quellen und Zuständigkeiten allgemein, ohne Namen, Kontaktdaten, Passwörter oder Links mit Schlüssel. Und die Ebrom-Dateien gehören nicht in dieses Formular.

So geht es im Kurs weiter

Zahlen und Belege geprüft am 23.09.2026 gegen die Datenbank des Reporting-Werkzeugs und das Übergabejournal des Projekts. Die Ebrom-Zahlen sind unverändert übernommen.