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Grundlagen · vor dem Hosting-Modul · ohne Konto

Wo läuft die KI eigentlich?

Eine einzige Frage, drei mögliche Antworten: In wessen Halle steht die Maschine? Dieses Blatt klärt, was selbst hosten überhaupt heißt, welche drei Wege es gibt und welcher davon zu deinem Betrieb passt. Danach prüfst du die drei Erwartungen, die fast jeder an das Thema hat — und siehst, welche davon stimmt.

Dieses Blatt kommt vor allen anderen Hosting-Materialien. Es setzt nichts voraus außer Modul 0. Danach erst lohnen sich die Module zu offenen Modellen, Werkzeugen und Anbietern.

ca. 30 Min.6 Aufgabenkein Konto, keine InstallationkostenlosVersand oder PDF
Verstehen
Einordnen
Prüfen
Entscheiden
Der eine Satz, der die Verwirrung auflöst: Selbst hosten heißt nicht zwangsläufig „bei mir im Keller“. Es heißt: die Einrichtung gehört mir — das Blech darunter kann gemietet sein.
Kostet dich nichts

Für dieses Blatt brauchst du kein Werkzeug, kein Konto und keine Installation. Du denkst über deinen eigenen Betrieb nach und ordnest ein, was du heute schon nutzt. Alles Weitere kommt in den späteren Modulen.

Was du brauchst

Eine Vorstellung davon, welche KI-Werkzeuge in deinem Betrieb heute im Einsatz sind — und wer sich bei euch um Technik kümmert, wenn etwas nicht läuft. Mehr nicht.

Nachschlagen 1 · Die fünf Wörter, um die es geht

Diese Begriffe tauchen in allen Hosting-Modulen auf. Hier stehen sie in einem Satz — schlag nach, statt weiterzulesen und zu raten.

BegriffIn einem SatzIn der Halle
HostenEtwas betreiben: dafür sorgen, dass ein Programm läuft, erreichbar ist und gewartet wird.Die Maschine aufstellen, anschließen und in Gang halten.
CloudDu nutzt Rechenleistung, die jemand anderem gehört, über das Internet. ChatGPT, Claude und Gemini sind Cloud.Du gibst den Auftrag an einen Lohnfertiger.
ServerEin Rechner, der dauerhaft läuft und auf Anfragen wartet. Kann bei dir stehen oder gemietet sein.Die Maschine selbst.
UmgebungDas Programm, das du siehst und bedienst — das Fenster mit dem Eingabefeld.Der Bedienstand an der Maschine.
ModellDie eigentliche KI, die deine Frage beantwortet. Sie steckt hinter der Umgebung.Das Werkzeug in der Maschine, das die Arbeit macht.

Nachschlagen 2 · In wessen Halle steht die Maschine?

Stell dir die künstliche Intelligenz als große Maschine vor, die Arbeit für dich erledigt. Die einzige Frage, um die es hier geht: In wessen Halle steht sie — und wer hat den Schlüssel?

WegDas BildIn Wirklichkeit
1 · Fertigen Dienst nutzenDu gibst den Auftrag außer Haus, wie ein Werkstück zum Lohnfertiger. Dessen Maschine ist größer und besser als alles, was du dir auf den Hof stellen könntest, und wird von dessen Leuten gewartet. Dafür muss dein Werkstück aus dem Haus.ChatGPT, Claude oder Gemini im Browser. 20 bis 30 € je Person und Monat, sofort startklar.
2 · Eigene Einrichtung, gemietete HalleDu mietest eine Fläche in fremder Halle und stellst deine eigene Maschine hinein. Dach, Strom und Tor sind Sache des Vermieters — wie die Maschine eingerichtet ist und wer den Schlüssel bekommt, bist ab sofort du.Rechenleistung mieten (Standort wählbar, z. B. Deutschland) und darauf die eigene Umgebung installieren. Ab etwa 70 € im Monat plus Betreuung.
3 · Eigene Halle, eigene MaschineDu baust die Maschine in deine eigene Halle auf deinem Hof. Kein Werkstück verlässt mehr dein Grundstück — aber jede Wartung und jeder Freitagabend, an dem sie steht, gehört auch dir.Umgebung und Modell auf eigener Hardware im Haus. 1.800 bis 9.800 € Anschaffung, dazu Strom und Ersatz nach etwa drei Jahren.
⚠️ Wo auch dieses Bild bricht — bitte mitlesen

Jeder Vergleich hinkt irgendwo. Bei diesem sind es drei Stellen, und sie sind wichtig:

Der Lohnfertiger wird laufend besser. Er tauscht seine Maschine alle paar Monate gegen eine bessere, ohne dass du mehr zahlst oder es merkst. Deine eigene Maschine bleibt, was sie am Kauftag war. Frei verfügbare Modelle liegen dauerhaft etwa drei bis sechs Monate hinter den besten Cloud-Modellen.

Daten lassen sich kopieren, Blech nicht. Ein Werkstück kann man nicht heimlich vervielfältigen. Was einmal draußen war, lässt sich schlechter zurückholen als ein Bauteil.

Deine Maschine steht nicht im Internet — dein Server oft schon. Das ist der wichtigste Unterschied. Eine eigene Maschine in der eigenen Halle ist von außen unerreichbar. Ein eigener Server ist es häufig nicht, und genau daraus entstehen die Probleme, um die es in Aufgabe 5 geht.

1
Aufgabe 1 · einordnen

Wo steht ihr heute?

Bevor es um Möglichkeiten geht: Was nutzt ihr jetzt gerade — und auf welchem der drei Wege seid ihr damit?

So gehst du vor
  1. Nenne das KI-Werkzeug, das in deinem Betrieb am häufigsten benutzt wird.
  2. Ordne es einem der drei Wege zu. Achtung, häufigster Irrtum: Ein Chat-Fenster im Browser ist Weg 1, nicht Weg 2 — sonst würde jeder Mensch mit einem Browser hosten.
  3. Wenn ihr noch gar nichts nutzt, schreib das hin. Auch das ist eine Antwort.
Datenschutz:Bitte keine echten Personen-, Kunden-, Bestell-, Zahlungs- oder Zugangsdaten eintragen.
✓
Danach hast du: Deinen Ausgangspunkt — und die Person benannt, an der jede weitere Entscheidung hängt.
2
Aufgabe 2 · entscheiden

Der Malerbetrieb

Drei Betriebe, drei Lagen. Entscheide jeweils, welcher Weg passt — und begründe kurz. Die Auflösungen bespricht ihr im Kurs.

Die Lage
  1. Malerbetrieb, sechs Mitarbeiter.
  2. Die Chefin will Angebotstexte, Absagen und Kundenmails schneller schreiben.
  3. Es gibt keine EDV-Abteilung. Der Neffe hilft manchmal beim Drucker.
  4. In den Texten stehen Namen und Anschriften von Kunden, aber keine Gesundheits- oder Finanzdaten.
Datenschutz:Bitte keine echten Personen-, Kunden-, Bestell-, Zahlungs- oder Zugangsdaten eintragen.
✓
Danach hast du: Eine erste Entscheidung getroffen — und gemerkt, dass die Zahl der Mitarbeiter allein nichts entscheidet.
3
Aufgabe 3 · entscheiden

Die Physiotherapie-Praxis

Derselbe Ablauf, andere Daten. Achte darauf, was sich gegenüber Aufgabe 2 wirklich ändert.

Die Lage
  1. Physiotherapie-Praxis, zwölf Mitarbeiter.
  2. Behandlungsberichte sollen zusammengefasst werden — mit Namen und Diagnosen.
  3. Gesundheitsdaten unterliegen besonderem Schutz, dazu kommt die Schweigepflicht.
  4. Für Technik ist bisher niemand fest zuständig.
Datenschutz:Bitte keine echten Personen-, Kunden-, Bestell-, Zahlungs- oder Zugangsdaten eintragen.
✓
Danach hast du: Erkannt, dass die richtige Antwort manchmal an einer Bedingung hängt, die der Betrieb erst schaffen muss.
4
Aufgabe 4 · entscheiden

Der Handwerksbetrieb

Der dritte Fall. Hier entscheidet ein Punkt, der in den ersten beiden fehlte.

Die Lage
  1. Handwerksbetrieb, 25 Mitarbeiter, mit laufendem Wartungsvertrag beim EDV-Dienstleister.
  2. Gesucht wird ein internes Nachschlagesystem über eigene Preislisten, Rahmenverträge und Arbeitsanweisungen.
  3. Die Unterlagen sind vertraulich, aber es sind keine Gesundheits- oder Finanzdaten von Personen.
  4. Die Menge an Anfragen ist überschaubar: ein paar Dutzend am Tag.
Datenschutz:Bitte keine echten Personen-, Kunden-, Bestell-, Zahlungs- oder Zugangsdaten eintragen.
✓
Danach hast du: Den Punkt benannt, der öfter entscheidet als Größe und Datenart zusammen: Wer betreut es dauerhaft?
5
Aufgabe 5 · prüfen

Drei Erwartungen auf dem Prüfstand

Fast jeder, der über Self-Hosting nachdenkt, hat einen dieser drei Gründe. Keiner davon hält so, wie man meint.

Was die Prüfung ergeben hat
  1. „Sicherer" — nur zur Hälfte. Die meistempfohlene Software für lokale KI hatte 2026 eine schwere Sicherheitslücke: ohne jede Anmeldung ließ sich der Arbeitsspeicher auslesen, samt Fragen und Zugangsschlüsseln. Betroffen waren rund 300.000 Server, die offen im Internet standen — weil die Software von sich aus keine Anmeldung verlangt.
  2. „Billiger" — für kleine Betriebe praktisch nie. Eine Grafikkarte für 2.099 €, auf drei Jahre verteilt, sind 58 € im Monat. Bei üblichem Bürovolumen landest du bei rund 61 € gegenüber etwa 30 € beim fertigen Dienst — und darin steckt keine einzige Arbeitsstunde.
  3. „Unabhängig" — du tauschst die Abhängigkeit. Statt vom Anbieter hängst du an der Person, die es aufgesetzt hat. In einer Untersuchung von 133 Softwareprojekten hing bei 46 Prozent alles an genau einem Menschen.
Datenschutz:Bitte keine echten Personen-, Kunden-, Bestell-, Zahlungs- oder Zugangsdaten eintragen.
✓
Danach hast du: Die drei üblichen Gründe geprüft — und die Zahl gefunden, die über die Machbarkeit entscheidet.
6
Aufgabe 6 · festlegen

Deine Entscheidung

Jetzt für den eigenen Betrieb. Es ist ausdrücklich erlaubt, bei Weg 1 zu bleiben — für die meisten kleinen Betriebe ist das dauerhaft die richtige Antwort.

Drei Sätze, die dir dabei helfen
  1. Selbst hosten heißt nicht „im Keller". Die Einrichtung gehört dir — das Blech darunter kann gemietet sein.
  2. Dein eigenes Chat-Fenster ist nur das Vorzimmer. Solange die Antwort von außen kommt, ist auch die Frage nach außen gegangen.
  3. Mit dem eigenen Server ist der Datenschutz nicht erledigt, sondern erstmals vollständig deine Sache. Vorher hast du ihn geteilt, jetzt trägst du ihn allein.
Datenschutz:Bitte keine echten Personen-, Kunden-, Bestell-, Zahlungs- oder Zugangsdaten eintragen.
✓
Danach hast du: Eine begründete Entscheidung — und weißt, welche Module des Kurses für dich als Nächstes wichtig sind.
So geht es weiter

Hast du dich für Weg 1 entschieden, brauchst du kein weiteres Hosting-Modul. Wichtig ist dann nur ein geschäftlicher Zugang, bei dem deine Eingaben nicht zum Training verwendet werden.

Bei Weg 2 oder 3 folgen die Module Eigene KI im Unternehmen hosten und das zugehörige Arbeitsblatt. Dort geht es um offene Modelle, Werkzeuge und Anbieter — also um das Wie, nachdem hier das Ob geklärt ist.

Arbeitsblatt abschließen

Trage deinen Namen ein und sende deine Antworten, oder speichere das Blatt lokal als PDF. Beides ist gleichwertig.

Datenschutz vor dem Absenden

Bitte keine echten Personen-, Kunden-, Bestell-, Zahlungs- oder Zugangsdaten eintragen. Für diese Übung brauchst du keine davon: Geschätzte Seitenzahlen und zwei öffentlich nachlesbare Zahlen genügen. Auch in den Chat mit Claude oder ChatGPT gehören keine echten Firmenunterlagen — die Rollenspiele funktionieren mit erfundenen Angaben.

Datenschutzhinweis

Verantwortlicher: Daniel Wagmann · danielwagmann@amzmanager.de

Zweck: Auswertung des Lernfortschritts im KI-Kurs.

Daten: Name, freiwillige Firmenangabe, deine Antworten und ein Zeitstempel.

Übermittlung: Technisch über Web3Forms an den Kursleiter.

Rechte: Auskunft, Berichtigung, Löschung und Widerruf jederzeit per E-Mail.

So geht es im Kurs weiter

Die Angaben zu den Datenbudgets wurden am 16.09.2026 auf den öffentlichen Seiten des Wettbewerbs abgelesen. Die Seiten werden während des laufenden Wettbewerbs weiter gepflegt — wenn deine Zahl heute abweicht, gilt deine.